RSNplus“Habe nicht die Form, die ich gerne hätte“

Cofidis verzichtet bei der Tour de France auf Buchmann

Von Matthias Seng

Foto zu dem Text "Cofidis verzichtet bei der Tour de France auf Buchmann "
Emanuel Buchmann (Cofidis) wird diesmal nicht am Start der Tour de FRrance stehen. | Foto: Cor Vos

29.06.2026  |  (rsn) – In seiner zweiten Saison im Cofidis-Trikot ist bei Emanuel Buchmann noch nichts zusammengelaufen. An bisher 23 Renntagen sprang für ihn kein einziges Top-Ten-Ergebnis heraus. Seine beiden wichtigsten Rennen, die Baskenland-Rundfahrt (2.UWT) und die Tour Auvergne-Rhone-Alpes (2.UWT) musste Buchmann vorzeitig beenden.

In Nordspanien schied er im April mit einer Rippenprellung nach der 3. Etappe aus, bei der Tour-Generalprobe im Juni trat der 33-Jährige nicht mehr zur 7. Etappe an. Grund war eine im Team grassierende heftige Grippe “mit drei, vier Tagen Fieber“, wie Buchmann nun gegenüber RSN bestätigte. “Jetzt bin ich wieder gesund, aber richtig gut fühle ich mich noch nicht auf dem Rad“, fügte er an. Deshalb konnte er auch  nicht wie ursprünglich vorgesehen am Sonntag zu den  Deutschen Straßenmeisterschaften im thüringischen Bad Liebenstein antreten.

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Viel schwerer aber wiegt die Tatsache, dass er von Cofidis nicht für die am 4. Juli in Barcelona beginnende 113. Tour de France (2.UWT) berücksichtigt wird. Buchmann stand im erweiterten Aufgebot und wollte sich für die enttäuschende letztjährige Frankreich-Rundfahrt rehabilitieren. Daraus wird nun nichts, wie der Tour-Vierte von 2019 bestätigte. “Im Endeffekt hatte ich einfach nicht die Form, wie ich sie gerne hätte und das Team will auch mehr auf den Sprintzug setzen“, erklärte der gebürtige Ravensburger, der Verständnis zur für den Entschluss zeigte.

Mit der Grippe hatte sich das Thema Tour erledigt

“Ich will nicht nur bei der Tour starten, um dabei zu sein, wenn, dann will ich auch in bestmöglicher Form am Start stehen. Für mich ist es eine absolut sinnvolle Entscheidung und auch in meinem Sinn. Und mit der Grippe während der Dauphiné (Tour Auvergne-Rhone-Alpes, d. Red.) hatte sich das Thema dann endgültig erledigt“, so Buchmann.

Bei der Türkei-Rundfahrt spürte Buchmann noch die Folgen seines Sturzes bei der Baskenland-Rundfahrt. | Foto: Cor Vos

Dabei sah es in der Vorbereitung gar nicht schlecht mit Blick auf eine mögliche neunte Tour-Teilnahme aus, wie er berichtete. “Ich habe mich in der Sierra Nevada auf die Dauphiné vorbereitet, meine Form war auch wieder auf einem guten Weg“, so Buchmann. Doch dann seien schon auf den ersten beiden Etappen Probleme mit der Atmung aufgetreten – eine Spätfolge seines Sturzes im Baskenland. “Ab dem Teamzeitfahren (3. Etappe) habe ich mich dann sehr schwach und kränklich gefühlt und bei einem Test nach der 6. Etappe wurde dann auch eine Grippe festgestellt und ich und musste aussteigen.“

Danach konnte er eine Woche nicht trainieren, nun wird er im Juli in China bei der Tour of Magnificent Qinghai (2.Pro) versuchen, wieder in Form zu kommen. Ende August ist er dann für die Vuelta a Espana (2.UWT) vorgesehen, sodass sich Buchmann noch eine Möglichkeit bieten könnte, bei einer Grand Tour seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Eine Saison voller Verletzungen und Erkrankungen

“Diese Saison läuft wirklich noch nichts für mich, jedes Mal, wenn ich wieder gut in Form komme, kommt etwas dazwischen“, sagte er rückblickend auf seine bisherige schwarze Serie und listete auf: “Angefangen bei meinem ersten Rennen in der Provence (Tour de la Provence), wo ich auf der 1. Etappe nach einem Sturz aussteigen musste. Dann war ich krank vor dem GP Indurain und konnte nicht starten. Nach dem Sturz im Baskenland hatte ich länger Probleme mit meinen Rippen und dem Rücken, was mich noch in der Türkei behindert hat“, so Buchmann, der auch bei der achttägigen Türkei-Rundfahrt (2.Pro) ohne Ergebnis geblieben und dann hoffnungsvoll in die Tour Auvergne-Rohne-Alpes gestartet war. “Da wäre ich wieder fit gewesen und dann kam die Grippe“, fügte er an.

Für die zweite Saisonhälfte hat er nun einen großen Wunsch – nämlich von Verletzungen und Erkrankungen verschont zu bleiben. “Ich hoffe, dass es dann besser läuft“, sagte er abschließend.

Im Teamzeitfahren der Tour Auvergne-Rhone-Alpes kam Buchmann mit seiner Cofidis-Equipe nicht über Rang 17 hinaus. | Foto: Cor Vos

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