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08.07.2026 | (rsn) – Im hektischen Finale der ersten Sprintetappe der Tour de France 2026 blieb auch Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) nicht ganz vom Pech verschont. Der Däne war in einen der vielen Stürze in den letzten fünf Kilometern verwickelt, erreichte das Ziel aber dank der Hilfe seiner Teamkollegen zeitgleich mit den anderen Favoriten.
Ob der Giro-Sieger zu Fall kam oder nur aufgehalten wurde, verriet sein Team nicht. Für die morgige Bergetappe über den Col du Tourmalet sollte der Zwischenfall aber keine Folgen haben.
“Jonas musste im Finale das Rad wechseln, Er hat das Ziel dann auf Victors Rad erreicht“, wurde Vismas Sportlicher Leiter Marc Reef auf der Team-Webseite zitiert. In der TV-Übertragung war zu sehen, dass Teamkollege Victor Campenaerts auf das Visma Begleitfahrzeug wartete. Offensichtlich war der Belgier nicht in den Sturz kurz vor der 5-Kilometer-Marke verwickelt, sondern wartete mit dem defekten Rad seines Kapitäns auf sein eigenes Ersatzrad. “Glücklicherweise hat niemand im Team Schaden genommen und Jonas kam zeitgleich mit seinen Konkurrenten ins Ziel“, erklärte Reef.
Durch die Stürze und Zwischenfälle fuhr das Peloton weit auseinandergezogen über die Ziellinie. Möglicherweise erfuhren Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) und Remco Evenepoel (Red Bull – Bora -hansgrohe) vom Missgeschick des zweimaligen Tour-Siegers. Beide fuhren fast im Sprint über die Linie und schauten sich dabei um.
Der Visma-Kapitän kam knapp dahinter mit einigen Teamkollegen angeflogen und profitierte davon, dass Fahrer vor ihm langsam ins Ziel fuhren. So entstand keine echte Lücke zu Pogacar und Evenepoel. Bei einer Sprintetappe werden alle Fahrer zudem zeitgleich gewertet, wenn die Lücke zum Vordermann nicht größer als drei Sekunden ist.
Auch der Gesamtführende Torstein Traaen (Uno-X Mobility) profitierte von der Visma-Tempoarbeit. Der Norweger kam bei dem Sturz zu Fall, wurde aber dank der Hilfe von Vingegaards Teamkollegen ebenfalls zeitgleich gewertet. Morgen wird sich Traeen am Tourmalet gegen die Angriffe von Pogacar, Vingegaard und den anderen Favoriten verteidigen müssen. “Wir gehen mit einem guten Gefühl in die morgige Etappe“, blickte Reef voraus. “Jonas ist in der Gesamtwertung gut platziert und fühlt sich stark. Wir sind zuversichtlich.“