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11.07.2026 | (rsn) – Pascal Ackermann (Jayco – AlUla) wäre liebend gerne der Nachfolger von Marcel Kittel als Etappensieger in Bergerac geworden. Stattdessen musste er sich am Ende der 8. Etappe der diesjährigen 113. Ausgabe mit dem siebten Platz zufrieden geben. Gegen die versammelte Elite war bei diesem dritten Massensprint eine Verbesserung zu erkennen, aber es reichte erneut nicht für den ersten Tour-Etappensieg - schon gleich gar nicht gegen einen erneut überragenden Tim Merlier (Soudal - Quick-Step).
Woran hat es gelegen? “Definitiv an der Zielkurve“, sagte Ackermann im Ziel gegenüber der ARD. “Die hat über alles entschieden, da habe ich es ein bisschen vermasselt", fügte er selbstkritisch an. Diese letzte Rechtskurve lag gut 500 Meter vor dem Ziel, in der Mitte eingebaut verlor der Jayco-Sprinter da einige wertvolle Positionen. “Wir sind nach der Kurve einfach losgesprintet“, beschrieb Ackermann das Finale und fügte an: “Dann war es ein rechts-links-rechts-links. Am Ende war ich echt schnell.“
Wäre der Tagessieg für den schnellsten Fahrer auf den letzten 500 Metern vergeben worden, Ackermann hätte heute gute Chancen gehabt – hätte, hätte, Fahrradkette. Der Konjunktiv begleitet den 32-jährigen Deutschen durch die bisherige Tour.
Damit steht er natürlich nicht alleine da. Auch andere Sprinter konnten bisher nicht so abliefern wie gewünscht – nach Platz sieben ist die Stimmung im Jayco-Bus wahrscheinlich besser als nach Platz vier von Jasper Philipsen bei Alpecin – Premier Tech. Und der Konjunktiv kann heute auch für Liam Slock (Lotto – Intermarché) gelten. Seine Flucht endete erst 1400 Meter vor dem Ziel. An der Jagd auf den Belgier hatte sich Ackermanns australische Equipe kaum beteiligt.
“Wir haben gesehen, dass es knapp wird, und haben überlegt, ob wir mitfahren sollen“, erklärte der Pfälzer. “Aber wir haben die nächsten Tage extrem wichtige Etappen in der Spitzengruppe. Von daher habe ich entschieden, dass wir nicht hinterherfahren. Wir hätten den Unterschied nicht gemacht. Auf dem Papier hätte auch vorher keiner gesagt, dass ich der Schnellste bin. Deshalb habe ich gesagt, wir schonen unsere Leute für die nächsten Tage.“
Ähnlich äußerte sich gegenüber der ARD sein Teamkollege Felix Engelhardt. "Es liegt hauptsächlich an Alpecin und Quick-Step die Nachführarbeit zu gestalten. Die haben die zwei stärksten Sprinter hier und ihre Teams sind auch voll darauf ausgelegt", erklärte der Deutsche Meister, dessen - und die seiner Teamkollegen - darin bestanden hatte, "Acki aus dem Größten rauszuhalten, bis es in Kreisverkehre ging, etwa sieben Kilometer vor dem Ziel. Da ging es darum, ihn sicher durchzubringen und ihn an einem guten Sprinter-Zug zu platzieren. Das war letztendlich durch die lange Nachfführarbeit wegen des Ausreißers ein bisschen chaotischer als erwartet", fügte der Ulmer an.
Danach musste sich Ackermann in der Positionierung größtenteils auf sich selbst verlassen – und darauf, dass auch alle anderen nicht die Kontrolle verlieren. “Ich glaube, bei der Tour ist es scheißegal. Da weiß jeder, um was es geht“, sagte er zu der Risikobereitschaft im Finale. “Da fährt jeder in die Kurven rein, dann bremst auch keiner. Ich glaube, dass alle die hier sind, sehr gut Radfahren können.“
Der Trend spricht für den Schwarzwälder, nach zwei zwölften Plätzen sprang diesmal – dank seiner hohen Endgeschwindigkeit im langen Sprint – ein Top-Ten-Ergebnis heraus. Etwas Positives kann er also mitnehmen: “Dass die Beine extrem gut sind.“
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