Profi-Radsport

Voigt gewann Zeitfahr-Klassiker in der Normandie

23.09.2001 -

Paris (dpa) - Der Berliner Jens Voigt hat am Wochenende die 65. Auflage des Zeitfahr-Klassikers «Grand Prix des Nations» gewonnen. Der für das französische Team «Crédit Agricole» fahrende Deutsche war auf der 74-km-Schleife durch die Normandie mit 1:34:13 Stunden elf Sekunden schneller als der Ungar Laszlo Bodrogi.

Uwe Peschel (Berlin), der das Rennen 1997 gewann, kam auf Platz vier hinter dem Schweizer Jean Nuttli. Der deutsche Zeitfahr-Meister Thomas Liese (Leipzig) wurde Sechster.

«Das ist erst mein zweiter Sieg in einem Zeitfahren, aber ich bin wohl 3000 Mal Zweiter oder Dritter geworden», sagte Jens Voigt. Der gebürtige Berliner lebt in der Nähe von Toulouse, wo bei der Explosion einer Chemiefabrik über 20 Menschen ums Leben gekommen waren: «Ich habe gleich zu Hause angerufen, ob alle okay sind», sagte Voigt. «Ich lebe 15 km von Toulouse weg, aber mein Nachbar Magnus Backstedt sagte mir, die Explosion war bei uns noch zu hören.»

Im Rennen der Frauen über 37 km setzte sich die australische Weltcup-Siegerin Anna Wilson-Millward durch. Vorjahressiegerin Hanka Kupfernagel (Berlin) kam auf Platz 5.

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