Profi-Radsport

Experiment bei Spanien-Rundfahrt: 36 Teams - Zwei Wertungen

20.06.2002 - Berlin (dpa) - Die diesjährige Spanien-Rundfahrt der Radprofis vom 7. bis 29. September soll nach den Plänen der Organisatoren als großes Experiment angelegt werden. Die Rundfahrt, bei der Jan Ullrich unter Umständen versuchen wird, seinen Sieg von 1999 zu wiederholen, soll in Valencia mit 36 Teams starten, um drei Wochen später mit 18 Mannschaften in Madrid zu Ende zu gehen.

Diesen neuen Modus stellten die Vuelta-Organisatoren Enrique Franco und Victor Cordero vor, die auch die Mehrkosten von 1,2 Millionen Euro offensichtlich nicht scheuen. Diese abenteuerlichen Pläne müsste der Weltverband UCI am 30. Juni in Lausanne allerdings erst absegnen.

Nach dem Mannschafts-Zeitfahren zum Vuelta-Auftakt soll eine Unterteilung in die besten und die schlechtesten 18 Teams vorgenommen werden, die eine Woche lang auf identischen Strecken zu verschiedenen Zeiten an den Start gehen. Es soll in der ersten Vuelta-Woche nach den Plänen der Organisatoren auch zwei Einzel-Wertungen geben. In Malaga im Anschluss an die 7. Etappe müssen die 18 schlechtesten Teams ausscheiden, dann geht es wie üblich «eingleisig» weiter.

«Ich habe davon nichts gehört und kann mir das in der Praxis überhaupt nicht vorstellen», sagte Telekom-Teamsprecher und Ex-Profi Olaf Ludwig. Die «Marca» schrieb von der bevorstehenden «Revolution des Radsports». Bei der am 6. Juli in Luxemburg beginnenden Tour de France gehen 20 Teams mit jeweils neun Fahren an den Start.

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