Profi-Radsport

CAS bestätigt Dopingsperre gegen Zakirow

18.04.2003 - Berlin (dpa) - Faat Zakirow, der beim Giro d`Italia 2002 des Dopings mit dem neuen, aus der Mühlegg-Affäre bekannten Präparat NESP überführt worden war, ist vom internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne für ein Jahr gesperrt worden.

Der 29 Jahre alte russische Radprofi des italienischen Panaria-Rennstalls ist bis 22. Oktober gesperrt. Das bestätigte der Internationale Radsport-Verband UCI. NESP ist ein Produkt, das ähnlich wie EPO die Produktion der sauerstofftragenden roten Blutkörperchen im Körper anregt. Es war im spektakulären Dopingfall des deutschen Skilangläufers Johann Mühlegg bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City bekannt geworden. Zakirow und der ehemalige Telekom-Profi Roberto Sgambelluri (Italien) waren die ersten Rennfahrer, die mit dem neuartigen Produkt erwischt wurden.

Gleichzeitig wurde der Italiener Stefano Zanini vom obersten Sportgericht freigesprochen. Das italienische Nationale Olympische Komitee hatte gegen Zanini eine einjährige Sperre beantragt. Der 34-Jährige war bei der spektakulären Doping-Razzia in San Remo beim Giro 2001 aufgefallen.

Nach Angaben der UCI hat der CAS in zwei weiteren Fällen letztinstanzlich entschieden. Der Litauer Arnoldas Saprikynias, bei einer Rundfahrt in Spanien im vergangenen Juli positiv getestet, wurde für zwei Jahre gesperrt. Der 25-jährige Markus Koob, norddeutscher Mountainbike-Meister, bleibt bis 31. Oktober gesperrt. Koob, Profi beim Aachener GS-III-Team «ComNet-Senges», war nach Angaben des Internetanbieters «Radsport-News» bei der letzten Hessen-Rundfahrt positiv auf Amphetamine getestet worden. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hatte ihn daraufhin für neun Monate gesperrt.