Zitat der Woche:
"Ich weiß nicht, ob ich mich daran gewöhnen werde, dass mich die Leute jetzt Sir Chris nennen."
(Der von der Queen zum Ritter geschlagene vierfache Bahn-Olympiasieger Chris Hoy)
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23.04.2003 -
Huy (dpa) - Zwei Tage nach seinem sensationellen Sieg von Köln hatte Jan Ullrich mit dem Ausgang 67. Flèche Wallonne nichts zu tun, erreichte aber einen respektablen 31. Rang. Igor Astarloa holte sich nach 199,5 km am Ende eines steilen Schlussanstiegs in Huy den Sieg und feierte damit den ersten Erfolg eines Spaniers in dem seit 1936 gefahrenen Rennen.
Er empfahl sich damit auch für das fünfte Weltcup-Rennen Lüttich-Bastogne-Lüttich, bei dem auch Ullrich an den Start gehen wird.
Astarloa hängte seinen Landsmann Aitor Osa 200 m vor dem Ziel ab. Ullrich verlor bei dem schweren belgischen Klassiker mit dem Achterbahn-Profil 2:01 Minuten. Vorjahressieger Mario Aerts (Belgien), inzwischen bei Telekom unter Vertrag, spielte bei dem Rennen über insgesamt zehn Anstiege diesmal keine Rolle. Eine 16-köpfige Spitzengruppe, in der auch der Berliner Torsten Hiekmann und und der ehemalige Telekom-Veteran Udo Bölts (Heltersberg) fuhren, zersplitterte im Finale. Auf den letzten zehn Kilometer hatte sich das Führungs-Duo Astarloa/Osa gebildet.
Für Ullrich wird es wieder ernst, wenn er zum ersten Mal in dieser Saison an den Start eines Weltcup-Rennens geht. «Der Flèche Wallonne sollte für Jan auch ein bisschen zum trainieren sein. Mal sehen, was er am Sonntag leisten kann. Das wird ein echte Standortbestimmung», sagte sein Betreuer Rudy Pevenage. Ullrich hatte vor dem Start zum Flèche Wallonne jede Prognose für seine Weltcup- Premiere abgelehnt: «Ich fahre dabei zum ersten Mal im Wettkampf über 250 km - ich weiß nicht mal, ob ich die Distanz schaffe.»
Vor dem Start in Charleroi waren vier Teams einer Blut-Kontrolle unterzogen worden. Zu den getesteten Fahrern gehörte auch Ullrich. Bei keinem der kontrollierten Profis gab es Beanstandungen, teilte der Internationale Radsport-Verband UCI mit.
Der Italiener Davide Rebellin, Mannschaftskapitän im deutschen Gerolsteiner-Team, musste nach einem Sturz nach 48 km ausscheiden. Der 31-Jährige kugelte sich die Schulter aus und konnte das Rennen nicht fortsetzen. Ob Rebellin bei Lüttich-Bastogne-Lüttich an den Start gehen kann, ist nach Aussage eines Sprechers seines Rennstalls noch offen.
Den einzigen Sieg eines deutschen Rad-Profis verbuchte beim «Flèche» 1988 Rolf Gölz, bis zum Ende der vergangenen Saison Gerolsteiner-Teamchef. Den Sieg im Frauen-Rennen über 97,5 km, zum Weltcup zählend, verbuchte wieder die Britin Nicole Cooke. Beste Deutsche war die Cottbuserin Trixi Worrack auf Rang 10 mit 24 Sekunden Rückstand.
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