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19.05.2003 -
Montecatini (dpa) - Mit Wut im Bauch hat Supersprinter Mario Cipollini (Italien) einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt. Durch den Gewinn der 9. Etappe beim 86. Giro d`Italia schraubte der Radprofi-Weltmeister seine Ausbeute bei der Italienrundfahrt auf insgesamt 42 Tageserfolge und übertraf damit seinen Landsmann Alfredo Binda, der 41 Etappen für sich entscheiden konnte.
Cipollini gewann die 160 Kilometer lange Etappe von Arezzo nach Montecatini im Spurt des geschlossenen Feldes vor Robbie McEwen (Australien) und Alessandro Petacchi (Italien). Im Rosa Trikot des Gesamtführenden bleibt Stefano Garzelli (Italien).
Am Tag, an dem Cipollini von seiner Nichtberücksichtigung für die Tour de France erfuhr, stellte der Italiener auf sportliche Art seine Klasse unter Beweis. «Das ist eine Beleidigung meiner Person und des gesamten italienischen Radsports», wetterte der Weltmeister, als er während der Etappe von dem Ausschluss seines Teams Domina Vacanza erfuhr. «Cipollini passt mit seinen 36 Jahren unserer Meinung nach nicht zu dem Profil der diesjährigen Tour, die ja bereits nach einer Woche in die Berge führt», begründete Tour-Direktor Jean-Marie Leblanc die Ausbootung des italienischen Sprintstars.
Cipollini, der seinen ersten Giro-Etappensieg bereits 1989 gefeiert hatte und mit Ausnahme der Jahre 1993 und 1994 bei jeder Italienrundfahrt mindestens einen Tageserfolg erreichte, profitierte am Montag einmal mehr von der klugen Arbeit seines Teams. Der italienische Vacanza-Rennstall hatte rechtzeitig die Jagd auf sechs Ausreißer eröffnet, die etwa 75 km allein vor dem Feld gefahren waren. Am Ende waren bei hohem Tempo alle wieder beisammen, und Cipollini bewies auf dem kurvenreichen ansteigenden Schlussstück erneut seine Klasse.
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