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"Ich habe großen Mist gebaut."
(Rückkehrer Patrik Sinkewitz zu seiner Dopingvergangenheit)
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01.06.2003 -
Mailand/Berlin (dpa) - Gilberto Simoni, im Vorjahr nach der 11. Etappe wegen Kokain-Konsums disqualifiziert, gewann den Giro d`Italia zum zweiten Mal nach 2001. Seine Konkurrenz war bei der 86. Auflage überschaubar.
Der 31-jährige Rad-Profi aus dem Trentin holte sich drei Etappensiege und verwies in der Gesamtwertung nach insgesamt 3 408 km seinen Landsmann Stefano Garzelli (7:06 Minuten zurück) und die große Entdeckung, Jaroslaw Popowitsch (7:11), auf die Plätze. Der Ukrainer hatte es beim abschließenden Zeitfahren über 33 km in Mailand knapp verpasst, Garzelli noch vom 2. Platz zu verdrängen.
Der Ukrainer Sergej Gontschar war auf der 21. Etappe in 38:04 Minuten der Schnellste im Giro-Finale, das durch den Absturz eines Sportflugzeugs direkt neben der Strecke überschattet wurde. Der Saeco-Kapitän Simoni konnte sich 2:14 Minuten Rückstand auf Gontschar leisten und wurde vor dem Mailänder Dom trotzdem begeistert gefeiert. Einen bemerkenswerten 5. Rang in der Endabrechnung erreichte der Österreicher Georg Totschnig, Kapitän des einzigen deutschen Teilnehmer-Teams, Gerolsteiner. Die 20. und vorletzte Etappe über 122 km hatte in Cantu der Cipollini-Helfer Giovanni Lombardi (Italien) gewonnen.
Der 86. Giro, in den vergangenen beiden Jahren durch Doping-Razzien mit erheblichen Funden aus dem Gleichgewicht gebracht, verlief diesmal in engen Grenzen. Die Italiener waren weitgehend unter sich. Simoni war der große Dominator, Weltmeister Mario Cipollini knackte nach Anlaufschwierigkeiten den Uralt-Rekord Alfredo Bindas und schraubte seine Bestmarke auf insgesamt 42 Etappensiege. Alessandro Petacchi schaffte wie Cipollini 2002 sechs Etappensiege und schied durch Zeitüberschreitung wie der Weltmeister nach einem Sturz vorzeitig aus.
Simoni hatte sein Startrecht dem italienischen Verband zu verdanken, der ihn rechtzeitig begnadigt hatte. Erst hatte sein Zahnarzt die Schuld an Simonis Kokain-Befund auf sich genommen (Betäubungsspritze), dann waren peruanische Hustenbonbons schuld. Simonis erneuter Erfolg ließ den Giro-Triumphator mit rosa gefärbten Haaren vor der am 5. Juli startenden Tour große Töne spucken: «Lance Armstrong ist den Bergen noch niemals ernsthaft gefordert worden. Das will ich ändern.»
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