Zitat der Woche:
"Ich kann noch gar nicht begreifen, dass ich jetzt Zweiter der Tour bin!"
(Gerolsteiner-Profi Bernhard Kohl nach der 15. Tour-Etappe)
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22.05.2004 - Triest (dpa) - Jaroslaw Popowitsch aus der Ukraine ist beim 87. Giro d`Italia neuer Träger des Rosa Trikots. Der Vorjahres-Dritte übernahm überraschend die Führung von Damiano Cunego (Italien), der den Giro sechs Tage anführte.
Popowitsch genügte beim anspruchsvollen Einzelzeitfahren über 52 km in Triest ein dritter Platz in 1:07,19 zum Führungswechsel. Die 13. Etappe, die zum Teil unter strömendem Regen litt und deshalb nicht für alle Fahrer die gleichen Bedingungen bot, gewann Sergej Gontschar in 1:06,45 Stunden. Der Ukrainer, vor vier Jahren Weltmeister im Kampf gegen die Uhr, feierte damit seinen insgesamt fünften Zeitfahr-Sieg bei einer Italien-Rundfahrt und liegt in der Gesamtwertung drei Sekunden hinter seinem Landsmann auf Rang zwei.
Vorjahressieger Gilberto Simoni verlor Boden und rutschte vom zweiten auf den vierten Platz ab. Der zweifache Giro-Gewinner, dessen große Stunden in den Dolomiten-Etappen schlagen sollen, stürzte nach neun Kilometer auf regennasser Straße. Der Italiener verlor wichtige Sekunden; er blutete aus zwei Wunden am Arm und an der Hand.
Auch der als Mitfavorit für den Gesamtsieg gehandelte Stefano Garzelli verlor bei einem Radwechsel Zeit. Mit 1:09,15 Stunden war er aber nur eine Sekunde schneller als Simoni, der nach dem Sturz völlig seinen Rhythmus verloren hatte. Cunego brach mit 1:09,47 förmlich ein und fiel auf Rang sechs in der Gesamtwertung zurück.
Gestürzt ist auch die Schweizer Neuerwerbung des Teams Gerolsteiner. Sven Montgomery, der auf einen Top-Ten-Platz beim Giro spekuliert hatte, verletzte sich an der Schulter, fuhr aber weiter und fiel nach 1:16,14 im Gesamtklassement weit zurück. Vor dem Zeitfahren hatte er als Zwölfter Tuchfühlung zu den vorderen Plätzen.
Die 14. Etappe führt von Trieste nach Pula in Kroatien und könnte dem Topsprinter Alessandro Petacchi aus Italien auf 166 km Gelegenheit für seinen siebten Etappensieg bieten, obwohl das Terrain hügelig ist.
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