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"Ich habe die kriminelle Energie unterschätzt."
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27.05.2004 - Fondo Sarnonico (dpa) - 389 km vor dem Ende des 87. Giro d`Italia führt der Italiener Damiano Cunego die Gesamtwertung weiter unangefochten an. Auch die 17. Etappe von Bruneck nach Fondo Sarnonico über 153 km änderte im Anschluss an den zweiten Giro-Ruhetag nichts daran.
Den Tagessieg im 980 Meter hoch gelegenen Fondo Sarnonico in Südtirol feierte im Alleingang der 35- jährige Russe Pawel Tonkow, der den Giro 1996 gewonnen hatte. Nach Stürzen mussten der Tscheche Jan Svorada und der Italiener Pagliarini Mendonca aufgeben.
Genau wie Cunego sein Rosa Trikot verteidigte auch Fabian Wegmann das Grüne Trikot des besten Kletterers. Der 23-jährige Gerolsteiner- Profi wird es zum zehnten Mal tragen. Auf den folgenden beiden Dolomiten-Etappen besteht allerdings große Gefahr, dass der Münsteraner seine Führung in dieser Wertung verliert. Auf den beiden schwersten Dolomiten-Etappen hat auch der Berg-Spezialist Gilberto Simoni die letzten Chancen, seinem jungen Team-Kollegen Cunego das Rosa Trikot noch streitig zu machen.
Der zweifache Giro-Sieger hatte sich fest vorgenommen, in diesem Jahr seinen dritten Sieg zu feiern. Die Taktik und die unerwartete Stärke Cunegos hatten aber dafür gesorgt, dass der 22- Jährige jetzt an der Spitze steht. «Hauptsache, das Trikot bleibt in unserer Saeco-Mannschaft», sagte Simoni und ließ offen, ob er noch einen Angriff unternehmen will.
Die zweite Alpenetappe hatte im Vergleich zu den übrigen einen geringeren Schwierigkeitsgrad. Bei kühlem Wetter waren nur zwei Steigungen zu meistern. Wegmann verzichtete auf seine bisherige Taktik, am ersten Berg zu attackieren, weil im Siegfall nur fünf Punkte gewunken hätten. Er konzentriert sich auf die Etappe von Cles nach Bormio über lediglich 118 km. «Fabian wird versuchen, noch einmal zu attackieren», erklärte Christian Henn, Teamchef von Gerolsteiner.
Bei der Verteidigung des Grünen Trikots von Wegmann, der eine heftige Erkältung fast vollständig überwunden hatte, hofft Henn auf Unterstützung des Saeco-Teams: «Sie haben kein Interesse an dem Trikot, bei ihnen geht es nur um Rosa. Vielleicht kann Fabian davon profitieren, zumal er sich mit Cunego sehr gut versteht.
Die im Rahmen landesweiter Doping-Ermittlungen kontrollierten acht italienischen Giro-Teilnehmer waren alle am Start. Die Ermittler hatten in den Hotelzimmern offensichtlich kein belastendes Material gefunden.
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