Profi-Radsport

Neues Blutdopingmittel bei Vuelta - 20 Mal stärker als Epo

10.11.2001 - Mailand (dpa) - Bei der diesjährigen Spanien-Rundfahrt sollen einige Radprofis ein neues, lebensgefährliches Blutdopingmittel eingesetzt haben. Das Erythropoetin (EPO) ähnliche Präparat «Nesp» sei bei Dopingkontrollen nicht nachweisbar, berichtete die Zeitung «La Gazzetta dello Sport». Das Blatt beruft sich dabei auf Recherchen des italienischen Fernsehsenders «Canale 5».

«Nesp» sei 20 Mal stärker und wirke drei Mal länger als EPO, erklärte der Chefarzt des Mailänder «Maggiore»-Krankenhauses, Professor Giorgio Lambertenghi, gegenüber dem Fernsehsender. Die Einnahme des noch nicht frei auf dem Markt verkäuflichen «Nesp» könne lebensgefährlich sein, warnte der Mediziner.