Profi-Radsport

64. Paris-Nizza

Schumi nach Disqualifikation glücklicher Dritter

09.03.2006 - (sid) - Auch wenn es gegen Straßenrad-Weltmeister Tom Boonen für Stefan Schumacher nicht reichte, konnte sich der Außenseiter bei der Fernfahrt Paris-Nizza in Szene setzen. Im Schlussspurt der vierten Etappe sicherte sich Boonen mit einem eindrucksvollen Antritt bereits seinen zehnten Saisonsieg. Zuvor hatte der Neuling vom Team Gerolsteiner den Spurt nach 193km zwischen St. Etienne in Rasteau angezogen, war aber gegen den Belgier chancenlos.

Nachträglich auf Rang drei vorgerückt

Quickstep-Profi Boonen machte seinen dritten Triumph beim ersten ProTour-Rennen des Jahres nach 4:40:29 Stunden vor dem Australier Allan Davis (Liberty Seguros). Dem zunächst viertplatzierten Schumacher wurde nachträglich Rang drei und damit ein Punkt für die ProTour-Wertung zuerkannt, weil der Italiener Danilo Napolitano (Lampre) nach Auswertung des Zielfilms wegen unkorrekten Sprints distanziert wurde. "Ich hatte mir schon Vorwürfe gemacht, einen sicher geglaubten dritten Platz weggeworfen zu haben", sagte Schumacher. Die gute deutsche Bilanz unterstrichen auf den Plätzen sieben und neun Sebastian Siedler (Leipzig) vom Milram-Rennstall und T-Mobile-Profi Marcus Burghardt (Zschopau).

Im Gelben Trikot des Spitzenreiters in der Gesamtwertung führt US-Profi Floyd Landis (Phonak) mit neun Sekunden Vorsprung vor dem Spanier Patxi Xabier Vila (Lampre). Schumacher folgt 1:37 Minuten zurück auf dem siebten Platz.

Landis in Gesamtwertung vorn

Im Gelben Trikot des Spitzenreiters in der Gesamtwertung führt US-Profi Floyd Landis (Phonak) mit neun Sekunden Vorsprung vor dem Spanier Patxi Xabier Vila (Lampre). Schumacher folgt 1:37 Minuten zurück auf dem siebten Platz.

"Stefan hat Mut gezeigt, den Spurt anzuziehen. Auch wenn Boonen zu stark für ihn war, irgendwann kommt er durch", sagte der Gerolsteiner Teamchef Hans-Michael Holczer.

Während Milram-Pressesprecher Andrea Agostini sich "sehr zufrieden" mit der Leistung von Siedler zeigte, haderte T-Mobile-Teamleiter Frans van Looy mit der Leistung seiner Mannschaft: "Bei uns war nicht viel Positives zu sehen. Immerhin hat Burghardt gezeigt, dass er gut in Form ist."

Die Fernfahrt wird am Freitag mit der längsten Etappe fortgesetzt. Auf den 201,5km von Avignon nach Digne-les-Bains warten zwei Bergwertungen der ersten Kategorie.