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20.04.2006 - Ist im ProTour-Streit endlich eine Einigung in Sicht? UCI Präsident Pat McQuaid bestätigte gegenüber dem Internetportal cyclingnews, dass sich die Lage seit letztem Dezember deutlich verbessert habe. Damals hatten die drei großen Veranstalter ASO, RCS und Unipublic die ProTour noch rundweg abgelehnt und wollten stattdessen eine eigene Rennserie gründen. Das wurde von der UCI aber nicht zugelassen.
„Wir sind einer Lösung deutlich näher gekommen,“ bestätigte McQuaid in den letzten Tagen. ,,Es gibt eine Reihe von Vorschlägen, die von der Arbeitsgruppe erarbeitet wurden und nun den beiden Parteien zur Prüfung vorgelegt werden. Wir hoffen, dass es in den nächsten Wochen eine Lösung geben wird,“ gab sich der Ire optimistisch.
Obwohl noch nicht klar ist, wie eine Zusammenarbeit zwischen der ProTour und den Veranstaltern aussehen wird, geht man davon aus, dass die Anzahl von ProTour Lizenzen von 20 auf 18 reduziert wird. Dadurch könnten die Organisatoren der ProTour Rennen mehrere Wildcards an nationale Teams vergeben. Außerdem soll die Lizenz für die ProTour nur noch für drei anstatt für vier Jahre gültig sein.
Allerdings würde eine Reduzierung der Anzahl an ProTour Lizenzen bedeuten, dass zwei Mannschaften die Eliteklasse des Radsportes verlassen müssen. Eine Tatsache, die den Teams einigen Kummer bereiten dürfte. Die UCI ist sich bewusst, dass diese Reduzierung auch zum Rückzug von Sponsoren führen könnte.
“Es wird kein System mit Auf- und Abstieg geben, in dem die Teams später wieder zur ProTour stoßen könnten”, sagte ein Mitglied der UCI, das anonym bleiben wollte. „Die Betroffenen müssen sich also darauf einstellen, dass sie nur noch zur zweiten Liga des Radsportes gehören werden. Viele Sponsoren werden dann sagen: `Gut, das war es. Wir sind draußen` und 60 Fahrer stehen auf der Straße“, zeigte sich der Funktionär besorgt.
Ein weiteres Problem dürfte die Verlängerung der einzelnen ProTour Lizenzen sein. Nicht alle laufen zur selben Zeit aus. So müsste ein gerechtes System entwickelt werden, um die Mannschaften nicht zu benachteiligen, deren Lizenz bereits früher ausläuft.
Ebenso problematisch ist die Vergabe von Wildcards für die großen Rennen. Die Veranstalter der großen Rundfahrten wollen insgesamt vier zweitklassige Mannschaften bei ihren Rennen am Start haben. Die UCI möchte dem jedoch nur zustimmen, wenn die ausgewählten Mannschaften sportlich mit den ProTour Teams mithalten können und das Einladungssystem offen und für alle Mannschaften zugänglich bleibt.
Außerdem besteht die UCI darauf, dass sich die Mannschaften, die eine Wildcard für die großen Rundfahrten beantragen, in gleichem Ausmaß Dopingtests außerhalb der Rennen stellen müssen. Momentan werden die Continental Professional Teams nicht so streng kontrolliert wie Mannschaften aus der ProTour.
Quelle: cyclingnews.com
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