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30.08.2006 - (sid/Ra) – Ete Zabel hat in den letzten Monaten viel Spott einstecken müssen. Sogar als Touristik-Fahrer und Rad-Rentner wurde der erfolgreichste deutsche Profi schon bezeichnet. Auf dem vierten Teilstück der 61. Spanien-Radrundfahrt hat der 35-Jährige mit dem Etappensieg alle Kritiker widerlegt. Der gebürtige Berliner kann noch siegen.
Der Sprintstar vom deutsch-italienischen Milram-Team triumphierte nach 135km von Almendralejo nach Caceres nach 3:24:46 Stunden im Zielsprint vor dem Gesamtführenden Thor Hushovd (Agricole) und liegt als neuer Zweiter der Gesamtwertung nur noch sieben Sekunden hinter dem Sprinter aus Norwegen. "Mich darf man noch nicht abschreiben", hatte Zabel noch am Abend zuvor gesagt.
"Ich habe die Sprints mit Jan Schaffrath lange ausgewertet. Dann haben wir uns noch mal mit der Mannschaft zusammengesetzt und uns die Strecke für Dienstag abermals angesehen. Und dann haben wir eine tolle Mannschafts-Arbeit mit einem brillanten Sprint hingelegt", sagte der 35-Jährige dem Sport-Informations-Dienst (sid) vor allem mit Blick auf die Unterstützung durch seine Teamkollegen wie Sebastian Siedler (Gera) und Daniel Becke (Erfurt). Und Zabel kündigte weitere große Taten an: "Wenn wir weiter so arbeiten, war das nicht der letzte Sieg bei dieser Vuelta."
Zabel weckt WM-Hoffnungen
Begeistert von der Verfassung Zabels zeigte sich der sportliche Leiter von Milram. "Erik hat sich richtig an den Sieg herangebissen. Erst Neunter, dann Sechster und nun der Sieg. Und es war nicht nur ein Sieg mit einem halben Zentimeter, sondern mit einer halben Radlänge. Das sind gute Aussichten für die Weltmeisterschaften", sagte Jan Schaffrath mit Blick auf die Titelkämpfe vom 20. bis 25. September in Salzburg.
Für Erik Zabel war es der sechste Etappensieg bei einer Spanien Rundfahrt insgesamt und der zweite Erfolg in diesem Jahr nach dem Gewinn der ersten Etappe bei der Bayern-Rundfahrt im Mai. Den letzten Sieg bei einem großen Rennen hatte Zabel im Oktober 2005 beim Klassiker Paris-Tours gefeiert.
Heute geht es erstmals in die Berge. Die 5. Etappe über 178km führt von Plasencia hinauf zur Skistation La Covatilla/Bejar.
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