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"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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13.11.2006 - (Ra) - Floyd Landis hat nach seiner Hüftoperation mit Training für die neue Saison begonnen. Das sagte der des Dopings überführte Toursieger in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender France 2. Landis bestritt aber nochmals, gedopt zu haben. „Ich habe kein Testosteron genommen“, sagte der 31-jährige US-Amerikaner. „Ich hoffe, dass sich alle die Beweise unvoreingenommen und genau anschauen, bevor sie über mich urteilen." Er sei bei der Tour „sauber“ gewesen und es sei sein größter Wunsch, sie wieder fahren zu können: „Damit würde ein Traum für mich in Erfüllung gehen".
Landis war als Gesamtführender auf der 16. Tour-Etappe eingebrochen, am Tag darauf aber wie Phönix aus der Asche auferstanden. Er triumphierte auf der 17. Etappe nach einer langen Solofahrt und katapultierte sich von Platz elf auf Platz zwei der Gesamtwertung. Nach der Etappe wurde er positiv auf Testosteron getestet. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass man nach einem schlechten Tag dann seinen besten Tag hat“, sagte Landis zu seiner außer außergewöhnlichen Leistung an diesem Tag.
In seinen unmittelbaren Reaktionen auf den positiven Test hatte Landis angedeutet, der erhöhte Testosteronwert wäre darauf zurückzuführen, dass er aus Frust über seinen Einbruch auf der 16. Etappe am Abend Bier und Whiskey getrunken habe. Später hatte er auch von einem natürlich erhöhten Testosteronwert gesprochen.
„Ich wollte keine Verbindung zwischen meinem Alkoholkonsum an diesem Tag und dem positiven Test herstellen“, sagte Landis jetzt. „Ich wollte nur detailliert erzählen, was passiert ist und habe gehofft, dass jemand dann eine Erklärung haben würde.“
Der ehemalige Phonak-Kapitän warf dem französischen Anti-Dopinglabor in Châtenay-Malabry vor, Fehler gemacht zu haben. Welche genau das gewesen seien, sagte Landis nicht. „Ich muss mich auf meinen Anwalt und auf die Wissenschaftler verlassen. Ich bin schließlich nur ein Radrennfahrer und das ist das Einzige, was ich wirklich gut kann.“
In der Hoffnung, die positiven Tests doch noch widerlegen zu können, bereitet sich Landis auf eine Zukunft vor, von der er nicht genau sagen kann, wie sie aussehen wird. Im September war ihm in einer Klinik in Südkalifornien ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt worden. Kurz darauf hatten seine Anwälte die Einstellung des Disziplinarverfahrens beantragt, doch die zuständigen US-Sportverbände hatten das abgelehnt. Eine Anhörung wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres stattfinden. Floyd Landis droht eine Strafe von zwei Jahren.
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