Profi-Radsport

Ricco siegt zum Abschluss

Scarponi krönt erfolgreiche „Internationale Woche“

31.03.2007 - (Ra/sid/dpa) - Michele Scarponi (Acqua&Sapone) hat auf der letzten Etappe der italienischen Rundfahrt "Settimana Ciclistica Internazionale" seinen Landsmann Luca Pierfelici (Aurum Hotels) noch von der Spitze der Gesamtwertung verdrängt und seinen größten Erfolg seit drei Jahren gefeiert, als er die Friedensfahrt gewinnen konnte. Dem 27-jährigen Italiener reichte auf dem fünften Teilstück von Casalgrande nach Sassuolo über 168.9 km ein zweiter Platz hinter seinem Landsmann Riccardo Ricco (Saunier Duval), mit dem er sich im Finale vom Feld hatte absetzen können. Den Sprint des Verfolgerfeldes um Platz drei entschied Mirco Lorenzetto (Milram) für sich.

Der 23-jährige Ricco, die große Entdeckung des Frühjahrs, verbesserte sich mit seinem dritten Saisonsieg auf Rang zwei des Gesamtklassements. T-Mobile-Kapitän Michael Rogers verlor dagegen einen Platz und schloss die „italienische Woche“ als Vierter hinter dem bisherigen Spitzenreiter Pierfelici ab. "Wir haben alles versucht, aber Ricco war am Berg eben einen Tick besser", erkannte T-Mobiles Sportlicher Leiter Jan Schaffrath die Überlegenheit des Tagessiegers an, zog aber ein positives Fazit: „Die Basis stimmt, jetzt fehlen noch etwas die Spitzen am Berg."

Mit einem ungestümen Angriff war Ricco zum Sieg auf dem letzten Tagesabschnitt gestürmt. In seinem Windschatten konnte sich nur Scarponi halten, der die kräftezehrende Jagd über sieben Anstiege in der Provinz Modena als Etappenzweiter beendete und damit Pierfelici noch auf den letzten Metern das Führungstrikot entriss.

Mit seinem Sieg sorgte Scarponi für den sechsten italienischen Triumph in Folge bei der erstmals 2001 gefahrenen Rundfahrt. Nur bei der Premiere konnte mit dem Moldawier Ruslan Ivanov (Alessio) ein Nichtitaliener gewinnen.

Einen Achtungserfolg konnte der junge Gerolsteiner-Profi Tim Klinger erringen. Der 22-jährige Kletterspezialist sicherte sich das Trikot des besten Kletteres. "Etappensieg durch Robert Förster, das Bergtrikot durch Tim Klinger. Das ist mehr, als wir erhofft hatten", zeigte sich Gerolsteiners Sportlicher Leiter Christian Wegmann mit dem Abschneiden seiner Fahrer zufrieden.