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22.07.2007 - Zürich (dpa) - Der geständige Doping-Sünder Jörg Jaksche hat den Ausstieg von ARD und ZDF aus der Tour-de-France-Berichterstattung kritisiert.
«Das schafft nur mehr Probleme», sagte der Radprofi in einem Gespräch mit der «NZZ am Sonntag». Weniger Geld, weniger Teams, weniger Arbeitsplätze könnten die Folgen sein. Jaksche befürchtet daher einen größeren Druck für die Sportler, sich die Plätze unlauter zu erkämpfen. Stattdessen sprach sich der 30-Jährige in dem Interview für eine Kollektivstrafe aus für das Team, in dem ein Dopingsünder erwischt wird. Doping sei im Radsport «seit langem verankert und wird von Generation zu Generation weitergereicht», sagte Jaksche.
Das größte Problem sei, dass dem Profi Doping in den 1990er-Jahren nicht als Betrug vorgekommen sei, da jeder gedopt habe. «Jan Ullrich meint völlig zu Recht, dass er niemanden betrogen habe. Hat er ja nicht, außer vielleicht die drei Prozent, die damals sauber waren.» Aber innerhalb der Szene habe jeder gewusst, was abging. «Unter uns war sicher mehr Ehrlichkeit vorhanden, wenn es auch eine negative Ehrlichkeit war», sagte Jaksche.
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