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22.11.2001 -
Berlin/Madrid (dpa) - Das Team Coast steht vor der Verpflichtung des spanischen Radprofis Luis-Angel Casero und damit vor dem spektakulärsten Transfer des Jahres.
Der Wechsel des Siegers der diesjährigen Spanien-Rundfahrt in den deutschen Rennstall sei nur noch «eine Formsache», teilte Teamchef Wolfram Lindner mit. «Wir haben ihm alle Unterlagen zugeschickt. Alles ist klar. Wir erwarten Bescheid von ihm», sagte Lindner.
Der 29-jährige Casero soll für Coast die Eintrittskarte zur kommenden Tour de France sein. Mit der Verpflichtung der alternden Stars Alex Zülle (Schweiz) und Fernando Escartin (Spanien) hatte das Team des westdeutschen Herstellers von Freizeitkleidung im Vorjahr ebenfalls versucht, beim Top-Ereignis des Jahres in Frankreich dabei zu sein. Allerdings ohne Erfolg. «Wir haben uns erheblich verstärkt. Im kommenden Jahr fahren wir bei der Spanien-Rundfahrt, haben uns für den Giro d`Italia beworben und hoffen natürlich auf die Tour. Dafür müssen wir im Frühjahr Leistung bringen», sagte Lindner.
Casero, der nach seinem Vuelta-Sieg lange auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber war, kam aus der Konkursmasse des Festina- Rennstalls, der sein Engagement einstellte. Kommt die Verpflichtung des prominenten Spaniers zu Stande, stehen sieben ehemalige Festina- Fahrer in den Reihen von Coast. Auch die Leitungsebene wird von früheren Festina-Angestellten beherrscht: Der ehemalige sportliche Leiter Juan Fernandez (Spanien) ist zweiter Mann hinter Lindner, der frühere Top-Sprinter Marcel Wüst (Köln), zurzeit in Australien, fungiert als Manager.
Coast ist hinter Telekom und vor Gerolsteiner die Nummer zwei der deutschen GS I-Mannschaften und verfügt über einen Jahresetat von mindestens 12 Millionen Mark. Mit Casero, Zülle, Escartin und dem ebenfalls neu verpflichteten David Plaza aus Spanien (2000 Sieger der Deutschland-Tour) stehen in erster Linie starke Etappenfahrer in den Reihen der Mannschaft aus Essen.
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