Profi-Radsport

"Focus" berichtet

Spanier rücken Ullrichs Festplatten nicht heraus

07.10.2007 - Bonn (dpa) - Bei den Doping-Ermittlungen gegen den ehemaligen Radprofi Jan Ullrich hat die Bonner Staatsanwaltschaft nach Medien-Informationen einen Rückschlag erlitten.

Laut «Focus» verweigert die spanische Justiz den deutschen Ermittlern die Herausgabe von fünf Festplatten. Auf den Datenträgern sollen die Bonner Ermittler weitere Informationen über an Ullrich verabreichte Doping-Mittel vermuten. «Wir haben Rechtshilfe in Spanien laufen. Bis das abgeschlossen ist, sagen wir gar nichts», sagte der Bonner Staatsanwalt Fred Apostel auf dpa-Anfrage.

Die fünf Festplatten sind nach Informationen des Nachrichtenmagazins während einer Razzia beim spanischen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes und anderen Verdächtigen im vergangenen Jahr beschlagnahmt worden. Die Sprecherin des spanischen Untersuchungsrichters Antonio Serrano erklärte «Focus»: «Es wird keine Festplatten für die deutsche Staatsanwaltschaft geben.» Die im Rahmen der so genannten Operation Puerto sichergestellten Laptops seien nicht Teil des in Spanien mittlerweile abgeschlossenen Verfahrens gewesen. Deshalb könne Serrano «ihre Nutzung auch nicht für weitere Verfahren autorisieren», habe die Sprecherin gesagt.