Profi-Radsport

"Oil for drug"-Affäre

Italienischer Dopingarzt lebenslang gesperrt

17.12.2007 - (sid/Ra) - Urteil im Fall Carlo Santuccione: Italiens Olympisches Komitee (CONI) hat den Mediziner, der eine entscheidende Rolle im Dopingskandal "Oil for drug" spielt, zu einer lebenslangen "Sportsperre" verurteilt. Santuccione, der seinen Klienten illegale Substanzen verabreicht haben soll, darf laut italienischen Medienberichten keine sportlichen Anlagen mehr in Italien betreten. Er galt als Vertrauensmann des spanischen Doping-Arztes Eufemiano Fuentes.

Santuccione soll mehrere des Dopings verdächtigte Sportler betreut haben, darunter Giro-Sieger Danilo di Luca und Ex-T-Mobile-Profi Eddy Mazzoleni. Di Luca war am 16. Oktober wegen der Affäre zu einer dreimonatigen Sperre verurteilt worden. Zehn Tage später hatte der letztinstanzliche CONI-Richter die zweijährige Sperre für Ex-Stabhochsprung-Weltmeister Giuseppe Gibilisco bestätigt, der auch Santuccione-Schützling war.

Der Mediziner war bereits von 1995 bis 2000 vom italienischen Radsportverband wegen einer Dopingaffäre suspendiert und 2004 sogar unter Hausarrest gestellt worden.

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