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31.01.2008 - Albuquerque/USA (dpa/Ra) - Der umstrittene Tour de France-Sieger Alberto Contador will in diesem Jahr sein Gelbes Trikot verteidigen und bei den Olympischen Spielen in Peking starten. «Das sind meine großen Ziele in dieser Saison», erklärte der 25-jährige Spanier im Trainingslager seines Astana-Teams im US- Bundesstaat New Mexico. Dort absolviert auch Contadors Mannschaftskollege Andreas Klöden seine ersten Trainingskilometer im neuen Umfeld .
Das Italienische Olympische Komitee CONI könnte Contador allerdings einen Strich durch seine Tourpläne machen. Wenn sich bei der Befragung nämlich herausstellen sollte, dass Contador ebenfalls Kunde des Marider Dopingarztes Eufemiano Fuentes gewesen sein sollte, könnte das Olympische Komitee gegen den Toursieger ein Startverbot für alle Rennen auf italienischem Boden aussprechen. Das würde de facto zum Tourausschluss Contadors führen, denn die 15. Tour-Etappe endet in Prato Nevoso in den italienischen Alpen, das 16. Teilstück beginnt in Cuneo. Contador hat bis jetzt immer eine einschlägige Verbindung zu Fuentes bestritten, obwohl sein Name in den Akten auftauchte.
Beim runderneuerten Astana-Team arbeitet Contador weiter unter seinem bisherigen Teamchef Johan Bruyneel. Der Belgier, der den durch drei spektakuläre Dopingfälle im letzten Jahr belasteten kasachischen Rennstall zur neuen Saison übernahm, hat den ebenfalls umstrittenen Lance Armstrong zu seinen sieben Toursiegen geführt. «Nur der Name des Sponsors ist geblieben. Ansonsten haben wir ein komplett neues Team mit neuem Management, neuer Struktur und neuer Philosophie», sagte Bruyneel, der das interne Anti-Doping-Management dem Spezialisten Rasmus Damsgaard übertrug. Der Däne überwacht auch Jens Voigts CSC- Team und die Milram-Mannschaft.
Streit zwischen den Astana-Topfahrern Contador, Levi Leipheimer (im Vorjahr Tour-Dritter) und Klöden (Tour-Zweiter 2004 und 2006) befürchtet Bruyneel nicht. «Wir haben nur einen Fahrer, der die Tour gewonnen hat, also ist er Kapitän. Allerdings lastet auf Alberto als Titelverteidiger ein hoher Druck», sagte Bruyneel in Albuquerque.