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11.03.2008 - p>(rsn/dpa) – Gert Steegmans (Quick Step) hat auch auf der anspruchsvollen 2. Etappe der Fernfahrt Paris-Nizza bewiesen, dass er der stärkste Sprinter im Feld ist. Der 27-jährige Belgier ließ über 201 Km von Nevers nach Belleville im Sprint einer vierköpfigen Ausreißergruppe, die sich in der letzen Abfahrt gebildet hatte, seinen Konkurrenten wie am Vortag keine Chance. Der Norweger Thor Hushovd (Credit Agricole) musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben, verteidigte aber sein Gelbes Trikot. Vierter wurde der Schweizer Michael Albasinsi (Liquigas) hinter dem Franzosen Sylvain Chavanel (Cofidis), der im Finale vergeblich versucht hatte, seinen endschnellen Mitausreißern zu entwischen.
Der Belgier Philippe Gilbert (Fdjeux) führte die erste Verfolgergruppe mit drei Sekunden Rückstand ins Ziel. Vor der 3. Etappe führt Hushovd die Gesamtwertung mit drei Sekunden auf Steegmans an.
Seit dem Start leidet das «Rennen zur Sonne» unter miserablem Wetter. Auch auf dem 2. Teilstück regnete es bei Temperaturen unter zehn Grad permanent. Prominentestes Opfer erneut zahlreicher Stürze war der Luxemburger Frank Schleck (CSC), der zwar das Rennen fortsetzen konnte, aber fast drei Minuten Zeit verlor. Von den widrigen Verhältnissen unbeeindruckt zeigte sich Thierry Hupond (Skil Shimano). Der 23-jährige Franzose , der beim Prolog in Amilly als erster Fahrer von der Rampe gerollt war und damit als erster das vom Weltverband UCI verordnete Startverbot durchbrochen hatte, war schon nach 13 Kilometern ausgerissen und lange Zeit ein einsames Rennen an der Spitze gefahren. Sein Maximal-Vorsprung betrug annähernd 16 Minuten. Aber an der Bergwertung des letzten Anstiegs 20 Kilometer vor dem Ziel hatten die Verfolger den entkräfteten Hupond eingeholt. Der konnte sich wenigstens mit der Eroberung des Bergtrikots trösten.
In der Abfahrt überraschte das Gelbe Trikot seine Konkurrenten mit einer Attacke. In halsbrecherischer Jagd fuhr Thor Hushovd bis zu 20 Sekunden Vorsprung heraus, die aber nicht reichen sollten. Aus der Verfolgergruppe schlossen Chavanel, der sich auf den letzten Kilometern gewohnt angriffslustig zeigte, Steegmans und Albasini zu dem Norweger auf. Gemeinsam verteidigte das Quartett seinen knappen Vorsprung.
Nachdem Stefan Schumacher (Gerolsteiner) am Vortag auf der Windkante viel Zeit verloren hatte, erreichte er heute zeitgleich mit seinen Teamkollegen Davide Rebellin, der zu den Sturzopfern zählte, und Oliver Zaugg in der ersten Verfolgergruppe das Ziel. Als einziger Milram-Fahrer konnte sich der Niederländer Niki Terpstra in dieser 45 Fahrer starken Gruppe halten. Bester High Road-Fahrer war der Spanier Vincente Reynes, der am Ende Zehnter wurde.
Die nächsten beiden Etappen dürften eien Vorentscheidung in der Gesamtwetrtung bringen. Die morgige 3. Etappe von Fleurie nach Saint-Etienne ist mit 165,5 km zwar recht kurz, hat es dafür mit insgesamt fünf Anstiegen, darunter zwei der 2. und einen der 1. Kategorie, in sich. Am Tag darauf folgt die Königsetappe mit der Bergankunft auf dem Mont Ventoux – wenn auch nur „nur“ in 1.400 Metern Höhe.
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