Profi-Radsport

"Ich glaube, dass Andreas sauber ist"

Schediwie nimmt Klöden in Schutz

19.03.2008 - Hamburg (dpa) - Andreas Klödens Ex-Trainer Thomas Schediwie hat jegliche Doping-Vorwürfe gegen seinen früheren Schützling zurückgewiesen. «Ich glaube, dass Andreas Klöden sauber ist. Jedenfalls hatte ich niemals andere Hinweise, sonst hätte ich die Zusammenarbeit sofort beendet», sagte Schediwie den «Stuttgarter Nachrichten». Klöden und sein langjähriger Coach hatten Ende 2007 ihre Zusammenarbeit beendet.

Je sauberer der Profi-Radsport sei, desto größere Chancen hätten «Leute wie Klöden», so Schediwie, der dem 32-jährigen Wahl-Schweizer einen Tour-Erfolg zutraut. Allerdings wurde Klödens Astana-Team wegen zahlreicher Doping-Skandale von der diesjährigen Tour de France ausgeschlossen. «Andreas hat noch drei Jahre das Potenzial für den Sieg», sagte Schediwie über den zweimaligen Gesamt-Zweiten der Frankreich-Rundfahrt.

Der Heidelberger Molekularbiologe Werner Franke hatte Ende Februar gegen Klöden Strafanzeige wegen Betrugs erstattet. Franke ist überzeugt davon, dass Klöden zusammen mit weiteren ehemaligen Fahrern des früheren T-Mobile-Teams während der Tour de France 2006 an der Freiburger Universitätsklinik gedopt hat. Klöden bestreitet - im Gegensatz zu seinem früheren Teamkollegen Patrik Sinkewitz - jemals Blut-Doping betrieben zu haben.

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