Profi-Radsport

Blutpass zeigt Wirkung

UCI: 23 Fahrer unter Dopingverdacht

02.05.2008 - (sid/dpa) - Die Einführung des Biologischen Passes zeigt Wirkung: 23 Fahrer stehen nach einer Mitteilung des Weltverbandes UCI unter Dopingverdacht. Das sei das Ergebnis erster Auswertungen des seit Jahresbeginn eingeführten Biologischen Passes, erklärte ein UCI-Sprecher auf einer Pressekonferenz am Verbandssitz in Aigle/Schweiz. Bei den Getesteten wurden anhand des Passes abnormale Werte festgestellt. Disziplinarische Maßnahmen hat das zwar nicht zur Folge. Allerdings müssen die betroffenen Fahrer damit rechnen, dass sie verstärkt und gezielt kontrolliert werden. Namen nannte die UCI dabei nicht.

Außerdem stehen fünf weitere Fahrer aufgrund herkömmlicher Tests unter Dopingverdacht, bei elf weiteren ist es zudem zu einem "missed test" gekommen, das heißt, dass sie bei einer Kontrolle nicht an ihrem angegebenen Aufenthaltsort angetroffen worden waren.

Seit Januar dieses Jahres ist der Biologische Pass mit Blut- und Urinparametern im Einsatz. Bislang wurden 2172 Kontrollen bei 854 Fahrern aus 35 Mannschaften durchgeführt. Am Ende des Jahres sollen es 12.000 Kontrollen sein.

Es bestehe der Eindruck, dass die Anzahl der bisher in «ehrlicher Weise gefahrenen und gewonnenen Rennen stark angestiegen» sei, hieß es in der UCI-Pressemitteilung vom Freitag trotz der neuen Doping- Erkenntnisse. Konkrete Ergebnisse der neuen medizinischen Erhebungen würden zuerst den Teams und den Fahrern - beide Parteien tragen zur Finanzierung der Erstellung des Bio-Passes bei - mitgeteilt. Die Doping-Bekämpfung mit dem Instrument des Passes kostet über fünf Millionen Euro pro Jahr.

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