Profi-Radsport

Keine Dopingsperre

Kasachischer Verband spricht Kashechkin frei

23.05.2008 - Berlin (dpa/sid) - Der kasachische Radsport-Verband hat Andrej Kashechkin vom Doping-Verdacht freigesprochen. Das berichtete die Online-Ausgabe der französischen Sportzeitung «L`Equipe».

Der ehemalige Astana-Profi war am 1. August 2007 unmittelbar nach der Tour de France im Urlaub in der Türkei des Dopings mit Fremdblut überführt worden. Eine Woche zuvor war sein Kapitän Alexander Winokurow wegen des gleichen Deliktes aufgefallen. Daraufhin hatte sich die gesamte Mannschaft mit Andreas Klöden aus der Tour zurückgezogen.

Vorausgesetzt, der von Astana entlassene Kashechkin findet ein neues Team und der Weltverband UCI interveniert nicht gegen das Verbands-Urteil vor dem Sportgerichtshof CAS, könnte der Kasache schon bald wieder Rennen fahren. Zu Beginn des Jahres hatte Kashechkin für Aufsehen gesorgt, als er vor einem Zivilgericht in Belgien gegen die Verletzung der Menschenwürde durch die Dopingfahnder klagen wollte. Das Gericht hatte sich für «nicht zuständig» erklärt und ihn an die UCI verwiesen.

Der kasachische Verband scheint das Thema Doping ohnehin sehr widerwillig anzugehen. Bereits im Fall Alexander Winokurow, der bei der Tour zweimal des Blutdopings überführt worden war, verhängte der Verband nur eine lasche Sperre von einem Jahr. Winokurow ist bereits zurückgetreten.