Zitat der Woche:
"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel (Milram) nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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06.07.2008 - Keine Frage, am Bus des Team Columbia ging es nach dem Zieleinlauf ähnlich hektisch zu wie in der Endphase des Rennens. Wie Kim Kirchen auf den letzten hundert Metern aus dem Nichts auf Platz zwei sprintete, tauchten Funktionäre der Tour auf, um den Luxemburger zur Siegerehrung zu holen. Der Allrounder hatte überraschend für das Columbia-Team mit seinem zweiten Platz auf der 2. Etappe von Auray nach St. Brieuc das Grüne Trikot erobert.
Auch Gerald Ciolek war plötzlich gefragt. Ein Mann in orangefarbenem Leibchen stellte sich als Chaperon vor und forderte den Drittplatzieren auf, ihm unverzüglich zur Doping-Kontrolle zu folgen.
Ciolek unterschrieb das Protokoll und machte sich mit dem „Aufpasser“ auf den Weg (siehe Video).
„Alles war umsonst. Es war eine Verwechslung. Ich musste nicht zur Kontrolle“, erzählte der Pulheimer kurze Zeit später auf dem Weg zurück zum Mannschafts-Bus.
Da schien er längst nicht mehr so verärgert wie direkt nach dem Zieleinlauf, als er sich über seinen hervorragenden dritten Platz nicht so richtig freuen konnte. „Es ist nicht gut gelaufen, weil ich die anderen nicht einholen konnte. Sie waren eben schneller als ich“, sagte er den wartenden Journalisten.
Der Sprinter hatte sich an das Hinterrad von Thor Hushovd gehängt. Genau die richtige Entscheidung, wie sich ja herausstellte. Doch er konnte dem späteren Etappensieger nicht folgen. „In der Senke ist Hushovd genau zum richtigen Zeitpunkt angetreten, Ich konnte ihn nicht mehr einholen“, analysierte Ciolek hinterher. Auf der zweiten Touretappe seines Lebens auf dem Podium – das haben vor dem U23-Weltmeister noch nicht so viele geschafft.
Schon am Montag steht die nächste Sprinter-Etappe an. „Mit Marc Cavendish und mir haben wir zwei Optionen“, sagt Ciolek selbstbewusst. Auch wenn er auf dem Tagesabschnitt von Saint Malo nach Nantes eher für seinen britischen Columbia-Kollegen arbeiten muss, dem auf der flachen Zielgeraden größere Chancen eingeräumt werden. Doch Ciolek weiß: Seine Zeit bei der Tour kommt.
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