Profi-Radsport

Auto durchsucht

Vater Schleck im Visier des französischen Zolls

24.07.2008 - St. Étienne (dpa/rsn) - Spezialisten des französischen Zolls haben am Donnerstag das Auto der Eltern der Luxemburger Brüder Frank und Andy Schleck durchsucht. Die beiden Fahrer aus dem CSC-Saxo-Team des früheren Toursiegers Bjarne Riis hatten bei der 95. Frankreich-Rundfahrt bislang für Furore gesorgt.

Zunächst wurde nicht bekannt, ob die Beamten in dem Wagen von Johnny Schleck und seiner Frau etwas gefunden haben. Eine Polizeisprecherin erklärte am Donnerstag, es seien mehrere Fahrzeuge überprüft worden.

Nach einem Bericht der «L`Equipe» hatten die Fahnder während der 18. Etappe nach St. Étienne zunächst den Wagen eines Luxemburger Journalisten angehalten, ehe sie das «gesuchte» Auto in einem Kreisverkehr nahe Vizille ausmachten. Die Gründe für die Zielfahndung wurden zunächst nicht bekannt. Der Wagen mit Luxemburger Kennzeichen war 35 Kilometer nach dem Etappenstart in Bourg-d`Oisans den Beamten gestopt worden. Johnny Schleck betreut für den Tour-Sponsor Skoda VIP-Gäste und ist im CSC-Saxo Bank-Team offiziell als Chauffeur gelistet. Als Profi fuhr er Ende der 60er und Anfang der 70er die Tour achtmal selbst, ohne sich jedoch in Szene zu setzen. 1974 war Schleck senior Helfer des spanischen Tour-Siegers Luis Ocana. Die Polizei untersuchte das Fahrzeug von Johnny Schleck eine halbe Stunde lang. Anschließend ging es für den 65-Jährigen - begleitet von den Zollfahndern - weiter Richtung Grenoble.

Frank Schleck lag nach der Königsetappe am Mittwoch hinauf nach L`Alpe d`Huez als Gesamtzweiter der Tour de France nur 1:24 Minuten hinter seinem spanischen Teamkollegen Carlos Sastre. Zuvor hatte der 28-Jährige selbst das Gelbe Trikot getragen. Sein Bruder Andy, im Vorjahr überraschend Zweiter des Giro d`Italia, führte vor der Etappe nach St. Étienne als Zwölfter (+10:15 Minuten) die Wertung der besten Nachwuchsfahrer an.

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