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Zitat der Woche:
"Ich habe mich verpflichtet, für den Besten zu fahren. "
(Lance Armstrong zu seinem Start bei der Tour de France 2009)
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28.07.2008 - (sid/rsn) - Der Countdown läuft. Nach der Gerolsteiner Traum-Tour rückten die Sorgen um die Zukunft des Rennstalls zwar für ein paar Stunden in den Hintergrund. Doch nach einer abendlichen Bootsfahrt auf der Seine und einer langen Nacht in einer Pariser Diskothek bestimmt rechtzeitig zur Abreise am Montagmorgen die drängende Suche nach einem neuen Sponsor wieder die Tagesordnung.
"Ich hoffe, dass ich bis Freitag ein Ergebnis habe, sonst wird es schwer", sagte Teamchef Hans-Michael Holczer vor der Heimfahrt nach Gerolstein. Dort waren am Nachmittag ein Empfang für die Fahrer und ein Fanfest geplant, doch viel Zeit zum Feiern blieb nicht. "Wenn ich dieses tolle Team zusammenhalten will, muss eine schnelle Entscheidung her", erklärte Holczer.
Bis zu seinem Abflug zu den Olympischen Spielen nach Peking Ende der Woche will der 54-Jährige die laufende Gespräche mit potenziellen Geldgebern zum Abschluss bringen. Eine Prognose mochte er nicht wagen: "Ich hatte in diesem Jahr schon öfter das Gefühl, dass wir auf einem guten Weg sind. Aber darauf will ich mich nicht mehr verlassen."
Doch mit den zwei Etappensiegen durch Stefan Schumacher sowie dem dritten Gesamtplatz und dem Bergtrikot für den Österreicher Bernhard Kohl brachte Holczer immerhin ein paar gute Argumente für die anstehenden Verhandlungen aus Frankreich mit: "Wie wir es mitbekommen haben, ist die Stimmung zu Hause überschwänglich. In allen Anrufen, Mails und SMS, die aus Deutschland gekommen sind, gratuliert man uns zu einer sensationellen Tour. Das macht einen schon stolz."
Sollte diese Woche noch kein Ergebnis bringen, hat sich Holczer "eine letzte Deadline für Ende August" gesetzt. "Danach geht nichts mehr", so Holczer. Der Grund für die Eile sind die Vertragsgespräche mit den Fahrern, denen der Schwabe für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen genügend Zeit für die Suche nach einem neuen Arbeitgeber lassen will: "Außerdem hätte ich gerne noch einen kleinen Spielraum für eigene Neuverpflichtungen, falls dem Team eine Zukunft vergönnt ist."
Wie schnell eine Hypothek für die Sponsoren-Suche enstehen kann, bekam Holczer am Abend nach der Schlussetappe in Paris mit. Der vierte Dopingfall der Rundfahrt hatte ausgerechnet den französischen Rennstall Credit Agricole getroffen, ein Team, das ebenfalls noch keinen Geldgeber für die kommende Saison hat. Den Fall Fofonow nahm Holczer aber gelassen. "Ich habe sowieso eher mit noch mehr Dopingfällen gerechnet. Außerdem weiß ich, dass es bei Roger Legeay (Teamchef von Credit Agricole, d.Red.) keine Ausreden gibt und so ein Fahrer sofort von der Bildfläche verschwindet", sagte der Herrenberger: "Auch dieser Fall inklusive seiner schnellen Aufklärung passt für mich ins Bild dieser Tour. Er zeigt, dass es der Radsport mit dem Kampf gegen Doping ernst meint."
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