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"Ich weiß nicht, ob ich mich daran gewöhnen werde, dass mich die Leute jetzt Sir Chris nennen."

(Der von der Queen zum Ritter geschlagene vierfache Bahn-Olympiasieger Chris Hoy)

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Saunier Duval-Nachfolger bei D-Tour erfolgreich

Sieg von de la Fuente weckt Erinnerungen

01.09.2008 - Wiesloch (dpa) - Der Etappensieg von David de la Fuente weckte ungute Erinnerungen an die Tour de France. Noch vor zwei Monaten musste der Spanier nach dem Skandal um Riccardo Ricco mit seinem Saunier-Duval-Team die Frankreich-Rundfahrt verlassen. Im grellgelben Trikot des Nachfolge-Rennstalls Scott-American Beef erklomm er auf der 2. Etappe der D-Tour nun als Erster den mittelfränkischen Hesselberg.

Deutschland-Tour-Chef Kai Rapp betrachtete die Siegfahrt des 27-Jährigen mit gemischten Gefühlen. Es bestehe natürlich immer die Gefahr, «dass ein Team, das den Doping-Skandal des Jahres kreiert hat, auch das Image der Veranstaltung, an der es teilnimmt, letztendlich in irgendeiner Weise beeinflusst», sagte Rapp.

Allerdings wäre es «sehr unfair, jetzt dem Tagessieger die Hand zu verweigern», zumal De la Fuente der «mit Abstand höflichste Sieger» gewesen sei, den er in der vergangenen Dekade auf dem Podium erlebt habe. Ohnehin gab es gegen den Spanier, der vor dem Rückzug seines Teams bei der Tour zwei Tage lang das Bergtrikot getragen hatte, bislang keine Anschuldigungen.

Milram-Teamchef Gerry van Gerwen warnte davor, nach Riccos positivem EPO-Test und weiteren Doping-Verdächtigungen gegen dessen damaligen Teamkollegen, den Tour-Etappensieger Leonardo Piepoli, alle Fahrer des umstrittenen Teams kollektiv ins Zwielicht zu rücken: «Man kann Unschuldige nicht strafen.» Dennoch war der Start des Saunier-Duval-Nachfolgers lange umstritten. Rapp hatte dem Weltverband UCI «unsere Bedenken» gegen die Teilnahme der Equipe vorgetragen. Die Untersuchungen der UCI hätten aber ergeben, dass «mögliches Team-Doping» nicht vorliege und Scott-American Beef daher starten dürfe.

«Mit der Brisanz müssen wir einfach leben. Für uns ist einfach wichtig, dass wir das nicht kommentarlos hingenommen haben, sondern das wir das thematisiert haben», sagte Rapp. Er habe damit ein Zeichen gesetzt, «was der Radsport hier in Deutschland erträgt, und was er nicht erträgt». Die Organisatoren der Vuelta hatten es da bedeutend einfacher, da sie nicht mehr der ProTour-Serie der UCI angehören. Nach Riccos positivem EPO-Befund hatten sie Scott-American Beef zum unerwünschten Team erklärt und nicht eingeladen.

Für Rapp ist es «schwer vorstellbar», dass es bei der 10. D-Tour einen Dopingfall gibt. «Auszuschließen ist es aber nie.» Das rigide Anti-Doping-Programm des «Neusser Modells» inklusive Insulin-Tests hat - auch dank seiner abschreckenden Wirkung - die Hoffnung auf eine saubere Rundfahrt genährt. Rapp: «Wir haben hinter den Kulissen alles getan, um dafür zu sorgen, dass die Jungs mit der richtigen Einstellung an den Start gehen.»