Niermanns Saison auf Video
Rabobank-Profi Grischa Niermann erklärt, wie er sein Rad gegen den Winter wappnet. [weiter]
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19.12.2008 - (sid/dpa) - Für das symbolische Gehalt von einem Euro kehrt Jörg Jaksche in den Radsport zurück. Der Ansbacher, der mit seiner Dopingbeichte 2007 für großen Wirbel gesorgt hatte, unterschrieb beim drittklassigen italienischen Rennstall Cinelli-OPD des Rahmenherstellers Antonio Colombo einen Einjahresvertrag. Bei der Mittelmeer-Rundfahrt 2009 will Jaksche sein erstes Rennen fahren.
"Ich bin jetzt wohl der erste Ein-Euro-Profi. Notfalls fahre ich auch umsonst - aber ich will selber entscheiden, wann ich aufhöre", sagte Jaksche der „Süddeutschen Zeitung“. Er hatte nach Ablauf seiner einjährigen Sperre im Sommer dieses Jahres - der frühere Paris-Nizza-Sieger profitierte von der Kronzeugenregelung - vergeblich einen Rennstall gesucht und bereits das Karriereende in Betracht gezogen.
Nun will der 32-Jährige, der ein Fernstudium in Wirtschaftsrecht aufgenommen hat, am 13. Februar bei der Mittelmeer-Rundfahrt sein Comeback geben. Bei «Cinelli» fährt der in Kitzbühel lebende Ansbacher zusammen mit dem Belgier Frank Vandenbroucke, der selbst auf eine Dopingvergangenheit zurückblickt. „Ich bin froh, dass es doch noch geklappt hat. Mal sehen, wie es wird. Ich gehe vorsichtig und mit wenig Illusionen an die Sache“, so Jaksche.
Damit hat nach Patrik Sinkewitz, der im kommenden Jahr für den tschechischen ProContinental-Rennstall PSK fahren wird, auch der zweite deutsche Kronzeuge ein Team gefunden.
Jaksche zählte zu den Kunden des Madrider Dopingarztes Eufemiano Fuentes. Nach einem kurzzeitigen Intermezzo beim Tinkoff-Team hatte der siebenmalige Tour-Teilnehmer ein spektakuläres Dopinggeständnis im Spiegel abgelegt.