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25.01.2009 - Köln (dpa/rsn) - Mehr als 30 Radprofis stehen nach Erkenntnissen des Blutdopingexperten Robin Parisotto unter Dopingverdacht. "Die UCI hat für den Biologischen Pass bis heute tausende Blutproben der Fahrer genommen und analysiert, davon sind mehr als 30 verdächtig. Und bei einigen geht es jetzt um eine Sperre", sagte Parisotto in der ARD-Sportschau.
Parisotto gehört zu den Experten, die für den Weltverband UCI seit Anfang 2008 Bluttests von Radprofis analysieren. Die Parameter von Blut- und Urinuntersuchungen werden in einem Biologischen Pass dokumentiert. Dabei seien einige Radfahrer mit Werten aufgefallen, "die eindeutig auf Blutdoping hinweisen", hieß es in einer ARD-Mitteilung. Parisotto hatte im Jahr 2000 den ersten Test zum Nachweis des Blutdopingmittels EPO entwickelt.
Auf die Auswertung der Biologischen Pässe angesprochen, hatte UCI-Präsident Pat McQuaid der Deutschen Presse-Agentur dpa beim Berliner Sechstagerennen erklärt: "Ich kann keinen Termin nennen, wann es Ergebnisse gibt und welche Fahrer möglicherweise auffällige Werte aufweisen. Das ist eine sehr komplexe Angelegenheit, und bevor wir an die Öffentlichkeit gehen, müssen alle rechtlichen Konsequenzen möglicher Dopinganklagen ausgelotet werden."
Alain Rumpf, der UCI-Beauftragte für die ProTour sagte im australischen Adelaide am Rande der Tour Down Under der "Sportschau" noch einmal, dass der Weltverband trotz vorhandener Dopingindizien nicht gegen Lance Armstrong vorgehen wird. "Darauf schauen wir nicht", sagte er unter Bezugnahme der dreieinhalb Jahre zurück liegenden Veröffentlichungen der "L`Équipe", die nach Armstrongs Rücktritt über sechs nachträglich untersuchte Dopingproben berichtete, die EPO-Spuren enthielten. Weil das im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen geschah, hatten die Veröffentlichungen keine Sanktionen nach sich gezogen.