Blutpass: Folgen bald neue Namen?

Caucchioli und Serrano von ihren Teams suspendiert

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Pietro Caucchioli (Lampre)

Foto: ROTH

18.06.2009  |  (rsn/dpa) - Nach der Bekanntgabe der ersten fünf Fahrer mit abnormalen Blutwerten wurden der Italiener Pietro Caucchioli (Lampre) und der Spanier Ricardo Serrano (Fuji-Servetto) von ihren Teams suspendiert. Die beiden erwartet jetzt ein Dopingverfahren durch ihren jeweiligen nationalen Verband.

Lampre und Fuji-Servetto distanzierten sich derweil von den Fahrern. Bei beiden Akteuren sollen die auffälligen Werte bei Tests aus dem vergangenen Jahr stammen, erklärten die Teams übereinstimmend. Damals fuhr Caucchioli noch für Credit Agricole und Serrano für Tinkoff.

"Die auffälligen Blutwerte von Caucchioli stammen von einem Test aus der Polen-Rundfahrt 2008. Damals fuhr er noch nicht für unser Team", sagte Lampre-Teamarzt Guardascione. In die gleiche Richtung geht das Statement von Fuji Servetto. "Der betreffende Test stammt von 2008. Seit Serrano für das Team Fuji-Servetto fährt gab es bei seinen Blutwerten keine Auffälligkeiten", hieß es.

Bei dem Duo und drei weiteren Fahrern hatte der Radsport-Weltverband im Rahmen seines Blutpass-Programms Unregelmäßigkeiten ini deren Blutdaten festgestellt. "Ich finde, man ist mit dem Blutpass auf dem richtigen Weg", sagte Milram-Teamchef Gerry van Gerwen, dessen Rennstall sich im vergangenen Jahr vom Spanier Igor Astarloa wegen auffälliger Werte getrennt hatte und der jetzt einer fünf unter Dopingverdacht stehenden Fahrer ist.

UCI-Chef Pat McQuaid hatte in der Vorwoche angekündigt, dass bald erste Verfahren eingeleitet würden. Es ist davon auszugehen, dass noch vor dem Tour-Start am 4. Juli weitere Fahrer belastet werden.

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