Droge gelangte über "indirekten Kontakt" in den Körper

Experten: Boonen hat Kokain nicht geschnupft

Foto zu dem Text "Experten: Boonen hat Kokain nicht geschnupft"

Tom Boonen (Quick Step)

Foto: ROTH

18.06.2009  |  (sid) - Nach Meinung unabhängiger Experten hat der des Kokaindopings überführte Belgier Tom Boonen die Droge nicht geschnupft. Eine Haaranalyse in der Universität Löwen ergab, dass die Menge zu gering war und sich Boonen das Kokain folglich nicht durch die Nase zugeführt habe. Nach Ansicht der Fachleute sei es lediglich zum "indirekten Kontakt" mit der Droge gekommen.

Boonen war Ende April nur wenige Tage nach seinem Sieg beim Klassiker Paris-Roubaix zum dritten Mal in seiner Karriere positiv auf Kokain getestet worden. Der 28-Jährige gestand ein Alkoholproblem und berichtete von einem ausschweifenden Abend vor der Kontrolle, an den er jedoch keine Erinnerung mehr habe.

Der Sprinter kam ohne Sperre durch den Weltverband UCI davon, da Kokain lediglich im Wettkampf verboten ist. Allerdings verweigerten die Organisatoren der Tour de France Boonen den Start bei der am 4. Juli beginnenden Rundfahrt. Der Quick-Step-Kapitän will sich aber einen Startplatz erklagen.

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