Eschborner bleibt bescheiden

Tony Martin: "Ich bin kein Jan Ullrich"

Von Pit Weber


Tony Martin (Columbia-Highroad) auf der 5. Etappe der Tour de Suisse

Foto: ROTH

23.06.2009  |  (rsn) - Nach seinem überraschenden zweiten Platz in der Gesamtwertung der Tour de Suisse gilt Tony Martin als neuer Hoffnungsträger des deutschen Radsports.

Rolf Aldag, sein Teamchef bei Columbia-Highroad, vergleicht den 24-Jährigen wegen seines ähnlich kraftvollen Fahrstils mit Toursieger Jan Ullrich. Das lehnt der Eschborner vehement ab. „Jan war ein Jahrhundert-Talent und hatte in meinem Alter schon die Tour gewonnen. Ich bin kein Jan Ullrich. Ich will meine eigene Geschichte schreiben und keinem Idol hinterherfahren“, sagt er in einem Interview mit BILD.

Auch unter die Tourfavoriten reiht er sich nicht ein. Martin: „Ich werde mich (bei der Tour, d. Red.) auf die beiden Zeitfahren konzentrieren und ansonsten meinen Mannschaftskollegen Mark Cavendish im Sprint und Kim Kirchen im Kampf um die Gesamtwertung unterstützen.“

Aus der Tatsache, dass er Kirchen in der Schweiz hinter sich ließ, leitet der Eschborner keine Ansprüche ab. Martin: „Ich hatte am Anfang etwas Glück. Bei der Tour sind die Berge länger und höher, da kann ich wohl noch nicht mithalten.“

Bei aller Bescheidenheit hat der Bergkönig der Schweiz-Rundfahrt ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Auch bei der Tour ist mit ihm zu rechnen - zumindest in den Zeitfahren.

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