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03.07.2009 - Monte Carlo (dpa) - Die beiden deutschen Zeitfahrasse Bert Grabsch und Tony Martin stapeln tief. „Die Strecke liegt mir eigentlich nicht so sehr, mittendrin ist ein richtiger Anstieg. Wenn ich die Top-Fünf schaffen würde, wäre das toll“, sagte Tour-Novize Martin einen Tag vor der 96. Tour de France.
Die Rundfahrt beginnt mit einem anspruchsvollen Zeitfahren über 15,5 Kilometer in Monte Carlo. Aber auch ohne einen Sieg beim Prolog auf Teilen des Formel-1-Kurses könnten die beiden nach dem Gelben Trikot greifen. Es winkt dem besten Columbia-Zeitfahrer, falls die von Rolf Aldag geführte Mannschaft das Teamzeitfahren in Montpellier mit genügend Abstand gewinnen sollte.
Zurückhaltend im Hinblick auf den Tour-Auftakt äußerte sich auch Weltmeister Bert Grabsch, der den Kampf gegen die Uhr bei der Tour-Generalprobe Dauphiné Libéré gewonnen und zuletzt den zehn Jahre jüngeren Teamkollegen bei den deutschen Meisterschaften in Cottbus in die Schranken gewiesen hatte. „Ich denke nicht, dass ich gewinnen kann. Es geht 7,5 Kilometer den Berg hoch. Tony könnte der Kurs besser liegen. Auf alle Fälle ist eine Top-Ten-Platzierung für ihn drin“, sagte Grabsch, der sich bei der Teampräsentation am Donnerstag darüber belustigte, dass sein Name auf dem Trikot falsch - ohne „H“ - geschrieben worden war.
“Mein Favorit für Samstag ist ganz klar Contador“, sagte Martin, der mit seinem zweiten Platz bei der Tour de Suisse und dem dort errungenen Bergtrikot endgültig in die erste Reihe gefahren ist. „Das Zeitfahren drei Tage vor Tour-Schluss in Annecy über 40,5 Kilometer dürfte mehr meine Sache sein. Da rechne ich mir was aus. Ich habe ja im Vorjahr beim Giro beweisen, dass ich am Ende von Rundfahrten noch genug Kraft dafür habe - ich wurde Zweiter“, erklärte Martin, der am Samstag vor den Augen der Fürsten-Familie wenn nicht auf Gelb, so doch wenigstens auf das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers schielt.
“Wir sind nicht wirklich die Favoriten. Der Beste von uns sollte aber nicht mehr als 15 bis 20 Sekunden auf den Schnellsten verlieren“, sagte Aldag mit Blick auf das Mannschaftszeitfahren von Montpellier, wenn es um Gelb geht. „Tony wird versuchen, Vollgas zu geben, um möglichst nahe ans Weiße Trikot zu fahren“, sagte Aldag.