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Rabobank-Profi Grischa Niermann erklärt, wie er sein Rad gegen den Winter wappnet. [weiter]
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03.07.2009 - Monte Carlo (dpa) - Lance Armstrong und der Spanier Alberto Contador werden wohl nur noch bei der Tour de France gemeinsam in einem Team fahren. Bei dem von einem kasachischen Wirtschafts-Konsortium finanzierten Astana-Rennstall deutet sich nach der Frankreich-Rundfahrt ein Wechsel an, der mit dem Ablauf der Dopingsperre des in Kasachstan immer noch als Volkshelden verehrten Alexander Winokurow (35) am 24. Juli zusammenhängt. Der ehemalige Telekom-Profi war 2007 des Dopings mit Fremdblut überführt worden, leugnet aber bis heute.
“Wir haben uns bereits mit Contador getroffen und ihm vorgeschlagen, dass er in Zukunft unser einziger Kapitän sein wird. Wir bilden ein Team um ihn und Winokurow. Wenn es nach uns geht, schon sehr schnell - bis September“, sagte Nikolai Proskurine, der Vize-Präsident des kasachischen Radsport-Verbandes, der französischen Sportzeitung „L`Équipe“.
Bei seiner Pressekonferenz fast parallel zur Tour-Präsentation hatte Winokurow am Vortag in Monte Carlo dem aktuellen Astana-Teamchef Johan Bruyneel den Krieg erklärt: „Entweder er akzeptiert mich im Team oder er muss gehen.“ Alles deutet darauf hin, dass sich der Belgier und sein Schützling Armstrong, hinter dessen sieben Toursiegen auch der Name Bruyneel steht, am Ende der Tour vom Team trennen werden, um ein eigenes zu gründen.
Dieses Szenario wäre beinahe schon zur Tour aktuell geworden, weil Astana wegen Zahlungsrückständen der Sponsoren riskierte, die Lizenz zu verlieren. Nach wochenlangem Hickhack gingen die fehlenden Gelder für Fahrer und Angestellte kurz vor der Tour ein, so dass das Team wie geplant unter gewohnter Regie an den Start gehen konnte. „Bruyneel hat durch seine öffentliche Kritik unserer Zahlungsmodalitäten ein schlechtes Bild unseres Landes gezeichnet“, sagte Proskurine und machte deutlich, dass die Tage des Teamleiters gezählt sind.
Winokurow will bei der Polen-Rundfahrt (2. - 8. August) wieder einsteigen und die Saison 2009 dann bei der Vuelta (29. August – 20. September) und der WM in der letzten September-Woche in Mendriso/Schweiz fortsetzen. Er brauche „zwei Jahre“, um sein ramponiertes Image wieder zu reparieren, meinte Winokurow.