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07.10.2009 - (sid) - Pierre Bordry, Präsident der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD hat den Radsport-Weltverband UCI wegen der Dopinkontrollen bei der diesjährigen Tour de France scharf attackiert. "Die Kontrollen bei der Tour waren nicht regelkonform. Wir sind auf den Stand von 2003 zurückgefallen", kritisierte Bordry in Paris bei der Vorstellung des Aktivitätsberichts für das vergangene Jahr.
Manipulationen seien möglich gewesen, so der AFLD-Chef, der der UCI ein schlechtes Zeugnis ausstellte. Jedes Team habe eine Stunde Zeit gehabt, Sachen zu vertuschen. Das sei nicht professionell gewesen. Auch habe es keine Zusammenarbeit zwischen UCI und AFLD gegeben.
Insbesondere das Astana-Team um Toursieger Alberto Contador und den siebenmaligen Tour-Champion Lance Armstrong sei von den Kontrolleuren bevorzugt worden. "Ich habe nichts gegen Astana, aber alles hängt davon ab, wie die Kontrollen durchgeführt werden. Es war schon sonderbar, dass Astana immer zum Schluss kontrolliert wurde. Das war nicht professionell", meinte Bordry.
Der Franzose zeigte sich erstaunt, dass es keinen positiven Fall bei der Tour gegeben hat. "Aber das hilft ja nichts, wenn man keine Beweise hat", sagte Bordry. In diesem Jahr hatte die UCI wieder die Verantwortung für die Dopingproben, nachdem 2008 noch die AFLD für die Kontrollen zuständig gewesen war und insgesamt sieben Fahrer des Dopings überführt hatte.