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"Nächstes Jahr hoffe ich allerdings, wieder Rad zu fahren.”
(Kim Kirchen, der Ende Juni einen Herzstillstand erlitten hat.)
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17.10.2009 - (sid/rsn) - Die Operacion Puerto wird wohl endgültig im Sande verlaufen. Laut spanischen Medienberichten zieht sich der Prozess gegen die Hintermänner des Skandals um den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes bis mindestens 2011 hin. Erst danach könnten die Sportgerichte Einsicht in die Akten erhalten und mögliche Sanktionen gegen Athleten aussprechen.
Der Radsport-Weltverband UCI und die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) reagierten mit Unverständnis. "Es sind einige spanische Fahrer involviert und offensichtlich will die Justiz warten, bis deren Karriere vorbei ist. Das ist skandalös, aber wir können nichts dagegen machen", sagte UCI-Präsident Pat McQuaid dem Internetportal "cyclingnews.com", und WADA-Generalsekretär David Howman ergänzte: "Wir sind sehr frustriert, dass die Mühlen der Justiz in Spanien so langsam laufen."
Großes Interesse an einer Aufklärung des Skandals besteht in Spanien ohnehin nicht. Bereits zweimal hatte Untersuchungsrichter Antonio Serrano wegen angeblich nicht ausreichender Anhaltspunkte den Prozess eingestellt. Im Januar dieses Jahres ordnete ein Gericht die Wiederaufnahme an. Daraufhin wurde Anklage gegen die Ärzte Fuentes, dessen Ehefrau Yolanda, Jose Luis Merino Batres und Alfredo Cordova sowie die Sportdirektoren Manolo Saiz, Vicente Belda, Alberto Leon und Jose Ignacio Labarta erhoben. Die Justiz lehnte wiederholt eine Akteneinsicht von Seiten der WADA, UCI oder des spanischen Radsport-Verbandes RFEC ab.
Bei der "Operacion Puerto" der spanischen Polizei waren 2006 mehr als 200 Blutbeutel bei Fuentes und Batres beschlagnahmt worden. Wenigstens 50 Radprofis, darunter der zurückgetretene Jan Ullrich, der Ansbacher Jörg Jaksche und Ex-Girosieger Ivan Basso (Italien) wurden in den Akten erwähnt. Während Basso und Jaksche geständig waren, bestreitet Ullrich weiter alle Vorwürfe, obwohl gefundene Blutbeutel ihm zweifelsfrei zugeschrieben werden konnten.
Auch Vuelta-Sieger Alejandro Valverde gilt als Fuentes-Kunde. Das Nationale Olympische Komitee von Italien CONI hatte mittels eines DNA-Abgleichs Blutbeutel aus dem Bestand von Fuentes dem Spanier zugeordnet und ihn daraufhin für zwei Jahre für Rennen in Italien gesperrt. Valverde kämpft vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen die Entscheidung des CONI an. Mitte November wird zunächst Valverde vor dem CAS angehört. Erst danach will der CAS über eine mögliche weltweite Sperre entscheiden, die UCI und WADA fordern.