Team soll mit Amateuerstartus weiter bestehen

UCI verweigert Rock Racing Continental-Lizenz

Foto zu dem Text "UCI verweigert Rock Racing Continental-Lizenz"

Michael Ball bei der Kalifornien-Rundfahrt 2008

Foto: ROTH

05.03.2010  |  (rsn) – Der Radsportweltverband UCI hat dem US-amerikanischen Skandalteam Rock Racing offiziell die Lizenz für die Saison 2010 verweigert. Teameigentümer Michael Ball hat aber bereits angekündigt, dass er seinen Rennstall als Amateurmannschaft weiterführen will.

Die Entscheidung der UCI kommt nicht überraschend, denn Rock Racing machte nicht nur durch finanzielle Probleme und daraus resultierendem Ärger mit neu verpflichteten Fahrern auf sich aufmerksam. Das Team war seit seiner Gründung im Jahr 2007 ein Auffangbecken für in Dopingskandale verwickelte Profis wie Oscar Sevilla, Santiago Botero, Francesco Mancebo oder Tyler Hamilton.

Zuletzt sorgte Ball mit der Ankündigung für Schlagzeilen, seinen Landsmann Floyd Landis zu verpflichten. Dem 34-Jährigen US-Amerikaner war der Toursieg 2006 wegen Dopings aberkannt worden. Nach einer zweijährigen Sperre war Landis in der vergangenen Saison in den Radsport zurückgekehrt und fuhr für das kleine US-Team Ouch.

Ball brachte die Weigerung der UCI, seinem Team eine Continental-Lizenz auszustellen, mit der Personalie Landis in Verbindung. „Wahrscheinlich war es der größte Fehler, Landis ins Team zu holen. Das hat unsere Chancen mehr als alles andere geschmälert“, sagte der Gründer der US-Modemarke Rock and Republic.

Sein Team auflösen will Ball aber nicht. In der Saison 2010 soll es stattdessen bei kleineren Rennen in den USA und in Mexiko unter Amateurstatus antreten. Er werde keinen Fahrer davon abhalten, sich ein neues Team zu suchen, kündigte Ball weiter an. Nicht mehr dabei sein wird auf jeden Fall Rudy Pevenage. Der Belgier, zu Beginn der Saison 2009 als Sportdirektor verpflichtet, wartet nach eigenen Angaben noch auf ausstehende Gehälter und hat seinen Abschied bereits vollzogen.

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