Weitere belastende Indizien

Was machen Weichmacher in Contadors Blut?


Alberto Contador Foto: ROTH

01.10.2010  |  (sid) - Im Dopingfall Alberto Contador liegen womöglich weitere belastende Indizien gegen den dreimaligen Toursieger vor. Wie die französische Sporttageszeitung L'Equipe berichtet, sollen die Wissenschaftler in Köln bei der Analyse von Contadors Dopingprobe auch Spuren von kunststoffähnlichen Resten gefunden haben, wie sie nach Bluttransfusionen häufig zu finden sind. Diese Rückstände, auch Weichmacher oder Diethylhexylphthalat genannt, könnten demnach aus einem Plastikbeutel mit Eigenblut stammen.

Dies wäre eine mögliche Erklärung für Contadors positiven Dopingbefund. Dem Spanier könnte demnach kurz vor der Dopingprobe Eigenblut reinfundiert worden sein, in dem sich noch geringe Spuren von Clenbuterol befanden.

Contador hatte am Donnerstag den positiven Dopingtest, der vom zweiten Ruhetag (21. Juli) der Tour de France in Pau stammt, mit verunreinigtem Fleisch zu erklären versucht. Er habe ein Stück Kalbsfilet gegessen, das ein Bekannter des Teamkochs aus dem spanischen Irun mitgebracht habe. Dieses sei mit dem Kälbermastmittel Clenbuterol verunreinigt gewesen.

Das Nachweisverfahren auf die sogenannten Weichmacher sei einst vom Anti-Doping-Labor in Barcelona entwickelt worden, was von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) aber noch nicht zugelassen ist.

Auch wenn die Indizien mehr und mehr gegen Contador sprechen, stehen die meisten spanischen Radsportfans hinter dem 27-Jährigen. In einer Internet-Umfrage der spanischen Sporttageszeitung Marca halten 78,5 Prozent der rund 30.000 abgegeben Stimmen den Madrilenen für unschuldig.

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