Algarve-Rundfahrt: Erster Sieg seit Mai 2010

Bei Ciolek ist der Knoten geplatzt

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Gerald Ciolek (Omega Pharma QuickStep) gewinnt die 4. Etappe der Algarve-Rundfahrt.| Foto: ROTH

18.02.2012  |  (rsn) – Nach Platz drei auf der 2. Etappe ist Gerald Ciolek (Omega Pharma QuickStep) auf dem vierten Teilstück der Algarve-Rundfahrt (Kat. 2.1) nicht nur der erste Saisonsieg gelungen. Es war auch sein erster Triumph im Trikot des belgischen Teams, für das Ciolek seit Anfang 2011 fährt, und der erste Sieg seit dem Mai 2010. Für Cioleks Mannschaft war es bereits der elfte Erfolg in der laufenden Saison.

Der 25-jährige Pulheimer setzte sich nach 186 Kilometern von Vilamoura nach Tavira im Sprint vor seinem italienischen Teamkollegen Matteo Trentin und dem Australier Heinrich Haussler (Garmin-Barracuda) durch. Der Norweger Edvald Boasson Hagen (Sky), der die 2. Etappe gewonnen hatte, belegte diesmal Rang vier vor dem Italiener Franceso Lasca (Caja Rural) und dem Spanier Koldo Fernandez (Garmin-Barracuda). Siebter wurde der Belgier Kris Boeckmans (Vacansoleil-DCM), Platz acht ging an den Franzosen Anthony Ravard (Ag2R). Als zweitbester deutscher Fahrer kam Paul Martens (Rabobank) auf Platz 15.

"Das ist ein unglaubliches Gefühl. Es war eine lange, sieglose Zeit für mich”, strahlte Ciolek, der zuletzt auf der 3. Etappe der Bayern-Rundfahrt 2010 ganz oben auf dem Treppchen stand. „Der Sprint war fantastisch, weil die Mannschaft das Rennen von Anfang an kontrollierte. Und dann das Finale mit dem ganzen Team – unglaublich, wie all ihre Fahrer ihren Job verrichten und jeder genau seine Position kennt. Jeder weiß in jedem Moment des Rennens, was er zu tun hat. 450 Meter vor dem Ziel kam ein Kreisverkehr. Da bat ich Matteo, mir den Sprint anzuziehen und er hatd as perfekt gemacht“, schwärmte der U23-Weltmeister von 2006 über die Leistung seiner Helfer.

In der Gesamtwertung behauptete der Australier Richie Porte (Sky) vor dem abschließenden Einzelzeitfahren am Sonntag seine Führung von jeweils zwölf Sekunden auf die beiden Portugiesen Rui Costa (Movistar) und Tiago Machado (RadioShack-Nissan). Titelverteidiger Tony Martin (Omega Pharma-QuickStep) hat als Zehnter weiterhin 50 Sekunden Rückstand.

"Das wird nicht einfach für Tony, denn der Abstand zu Porte ist schon groß”, so Martins Sportdirektor Rik Van Slycke zu den Aussichten seines Kapitäns. "Aber Tony wird 100 Prozent geben, um das Rennen zu gewinnen, auch wenn Porte ein starker Zeitfahrer ist.“

Lange Zeit bestimmte eine prominent besetzte Ausreißergruppe um den Dänen Matti Breschel (Rabobank) sowie den Belgiern Björn Leukemans (Vacansoleil), Jan Bakelents (Radioshack-Nissan) und Greg van Avermaet (BMC) das Rennen. Erst zwei Kilometer vor dem Ziel wurde die zehn Fahrer starke Spitzengruppe gestellt.

Im Finale übernahmen Cioleks Helfer die Kontrolle. Nach einem Kreisverkehr, den das Feld langestreckt durchfuhr, sahen Ciolek und Trentin ihre Chance, rissen eine Lücke zu den Verfolgern und konnten auf der ansteigenden Zielgeraden schließlich einen Doppelsieg einfahren.

„Das Rennen kontrolliert, ein lehrbuchmäßiger Sprintzug und dann der Sieg von Gerald. Perfekter kann ein Tag für das Team nicht laufen“, kommentierte Tony Martin auf seiner Homepage die Etappe. Am Sonntag will der Zeitfahrweltmeister die Siegesserie seines Teams fortsetzen. „Mal schauen, wie ich ins Rennen finde, was hinsichtlich des Tagessieges und dann natürlich der Gesamtwertung möglich ist. Ich gehe voll auf Angriff“, kündigte Martin an.

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