Profi-Radsport

Schweriner siegt mit neuem deutschen Rekord

Nimke zum vierten Mal Weltmeister im 1000m-Zeitfahren

Foto vergrößern05.04.2012 - Melbourne (Australien) (SID/dpa/rsn) - Stefan Nimke ist zum vierten Mal Weltmeister im 1000-m-Zeitfahren geworden. Bei der Bahnrad-WM in Melbourne siegte der Titelverteidiger in neuem Meisterschaftsrekord von 1:00,082 Minuten vor dem Franzosen Michael D`Almeida (1:00,509) und Simon Van Velthooven aus Neuseeland (1:00,543). Der 33-jährige Schweriner hatte bereits 2003, 2009 und 2011 den Titel in der nicht mehr olympischen Disziplin geholt. „Wahnsinn - wenn ich könnte, würde ich Stefan mit dem Auto nach Hause fahren", sagte der hocherfreute Sportdirektor Patrick Moster.

„Es war mein letztes WM-Rennen im Sprint-Bereich und mit Gold natürlich ein krönender Abschluss", sagte Nimke.  „Ich habe gemerkt, dass ich gut unterwegs bin und bin einfach mein Rennen gefahren." Volle Konzentration gilt ab sofort wieder dem Teamsprint. Hier will der Mecklenburger bei den Olympischen Spielen in London nochmals eine Medaille holen. Gleichzeitig war der Erfolg auch Trost für die verpasste WM-Medaille im Teamsprint nach der Disqualifikation am Vortag. „Ich wollte hier nicht mit leeren Händen nach Hause fahren", sagte der alte und neue Weltmeister.

„Sein letztes 1000-m-Rennen mit WM-Titel und deutschem Rekord zu beenden – besser geht's nicht“, freute sich Bundestrainer Detlef Uibel mit Routinier Nimke, der nach den Olympischen Spielen seine Karriere beendet.

Für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) war es in Melbourne nach dem Teamsprint-Gold durch Miriam Welte und Kristina Vogel am Mittwoch das zweite Gold. Joachim Eilers (Chemnitz/1:02,119) wurde guter Siebter, der 20 Jahre alte Lucas Liß (Unna) landete auf Platz 19 (1:04,216).

Im Sprint der Frauen fuhr Miriam Welte, die gestern mit der Erfurterin Kristina Vogel überraschend den Teamsprint gewonnen hatte, auf Platz sechs. Im Viertelfinale war die 25-Jährige aus Otterbach bei Kaiserslautern zuvor der Litauerin Simona Krupeckaite in zwei Läufen unterlegen. „Diese Platzierung ist fast noch überraschender als das gestrige WM-Gold“, sagte Bundestrainer Uibel und lobte vor allem die Tempohärte der Pfälzerin: „Solche Sprints habe ich von ihr lange nicht mehr gesehen.“

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