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19.01.2002 -
Doha/Rom (dpa) - Nachdem neue Doping-Vorwürfe gegen Jan Ullrich vorgebracht worden waren, stellte sich Telekom-Teamarzt Lothar Heinrich vor den zweifachen Zeitfahr-Weltmeister.
«Bei Ullrich wurden im Hotelzimmer hundertprozentig keine Anabolika gefunden, wie Zeitungen behaupteten. Das ist blanker Unsinn. Es wurden, wie wir immer gesagt haben, nur Medikamente sicher gestellt, die gestattet waren, beziehungsweise deren Einnahme durch ein ärztliches Attest erlaubt ist. Bei den Anabolika-Vorwürfen kann es sich nur um einen Übersetzungsfehler handeln», sagte Heinrich in Katar, wo Ullrich bei der neu geschaffenen Katar-Rundfahrt in die neue Saison startet.
In italienischen und belgischen Zeitungen waren im Zuge der Doping-Ermittlungen nach der Giro-Razzia vom 6. Juni neue Vorwürfe gegen den Toursieger von 1997 aufgetaucht. Die Zeitung «La Repubblica» aus Rom schrieb von «13 Präparaten», die bei der Razzia im vergangenen Juni bei Ullrich sicher gestellt worden seien, «darunter auch Anabolika». Ullrich und die Teamleitung hatten immer erklärt, dass wegen eines allergischen Asthma-Leidens Kortekoid haltige Medikamente benutzt wurden, die auf der Doping-Liste stehen, durch die Verschreibung aber legitimiert seien.
Abgesehen von den neuen Vorwürfen war die Anreise für Ullrich und sein Team von Palma de Mallorca über London nach Doha von weiteren unerwarteten Beschwerlichkeiten begleitet. Die Maschine hatte fünf Stunden Verspätung und die Räder waren mehrere Stunden verschwunden, so dass die Fahrer nicht mehr trainieren konnten. Die Premiere der Katar-Rundfahrt steht unter Leitung der Societe du Tour de France.
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