Experte: Meineid-Aussagen verjährt

Armstrong: "Habe alles auf den Tisch gelegt"


Lance Arsmtrong | Foto: ROTH

17.01.2013  |  New York (dpa) - Die Spekulationen über den Inhalt des TV-Interviews, das Lance Armstrong der US-Moderatorin Oprah Winfrey gegeben hat, erhalten neue Nahrung - und zwar durch Aussagen des 41-Jährigen. „Ich habe ihr alles auf den Tisch gelegt. Die Leute sollen entscheiden", sagte Armstrong der Nachrichtenagentur AP.

Die am Montag aufgezeichnete TV-Sendung wird an diesem Donnerstag und Freitag (Ortszeit) in zwei Teilen ausgestrahlt und kann auch in Deutschland auf Discovery Channel - zu empfangen auf dem Bezahlsender Sky - jeweils ab 03.00 Uhr morgens in deutscher Simultanübersetzung verfolgt werden. Am Freitag wird der Kabelsender DMAX das Interview um 19.15 Uhr ausstrahlen.

Nach der Aufzeichnung hatten US-Medien berichtet, Armstrong habe Doping gestanden. Die New York Daily News zitierte einen anonymen Zeugen, dass Armstrong in dem Gespräch nicht bereut habe, leistungsfördernde Mittel genommen zu haben, wie es ihm die US-Anti-Doping-Agentur USADA in über 1000 Seiten Ermittlungsakten nachgewiesen hatte. Der Texaner ist mittlerweile lebenslang gesperrt, seine sieben Tour-de-France-Siege wurden ihm aberkannt.

Bei Oprah Winfrey brach Armstrong sein monatelanges Schweigen nach der USADA-Verurteilung. Während seiner gesamten Karriere hatte er Doping stets abgestritten. „Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt - außer, dass ich meine Kinder im Arm halten werde", sagte er nun.

Nach Ansicht des US-Sportrechts-Experten Michael McCann hat Armstrong bei einem Geständnis keine Gefängnisstrafe wegen Meineids zu fürchten. Um eine vereinbarte Prämie in Höhe von 7,5 Millionen Dollar zu erhalten, hatte Armstrong 2005 in einem Prozess gegen den Versicherungskonzern SCA unter Eid ausgesagt, niemals gedopt zu haben. Das Unternehmen forderte inzwischen Schadensersatz.

„Ich habe zwar gelesen, dass er 2005 in dem Verfahren gegen SCA Promotions unter Eid ausgesagt hatte. Aber das stellt heute keine Gefahr mehr für ihn dar. Weil mehr als fünf Jahre seitdem vergangen sind, ist dies verjährt. Ansonsten sagte er nicht unter Eid aus. Lügen in der Öffentlichkeit oder zu anderen Radprofis haben keine strafrechtlichen Konsequenzen", sagte McCann der Nachrichtenagentur dpa.

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