WADA warnte Sportverbände wegen Vergiftungsgefahren

RusVelo-Profi Kaykov positiv auf verbotene Substanz GW501516

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Valery Kaykov (RusVelo) | Foto: ROTH

11.04.2013  |  (rsn) – Der Radsportweltverband UCI hat den Russen Valery Kaykov (RusVelo) wegen Dopingverdachts suspendiert. Wie die UCI am Donnerstag mitteilte, sei in einer vom Anti-Dopinglabor in Köln analysierten Urinprobe des 24–Jährigen die verbotene Substanz GW501516 gefunden worden. Die Kontrolle war am 17. März außerhalb des Wettkampfs vorgenommen worden. Kaykov bleibt so lange suspendiert, bis sein nationaler Verband über eine Dopingsperre entschieden haben wird.

Bei GW501516 handelt es sich um ein derzeit auf dem Schwarzmarkt erhältlichen Dopingmittel, vor dem die Welt-Anti-Doping-Agentur erst kürzlich wegen der akuten Vergiftungsgefahr gewarnt hatte.

„Die Nebenwirkungen dieser chemischen Zusammensetzung sind so stark, dass die WADA sich zu diesem ungewöhnlichen Schritt entschlossen hat, um das Bewusstsein der Athleten für die Gesundheitsrisiken zu erhöhen, sollten sie in Versuchung geraten, damit ihre Leistung steigern zu wollen", so die WADA in einer Pressemitteilung von Mitte März.

Die Agentur hatte damals die Sportverbände aufgerufen, ihre Sportler „so schnell wie möglich" zu informieren.

Auch RusVelo suspendierte mittlerweile den Fahrer. „Wir betreiben eine Null-Toleranz-Politik in Sachen Doping und unterstützen einen sauberen Radsport“, hieß es in einer Pressemitteilung.

Als Manager beim russischen Zweitvisionär ist der Ukrainer Sergej Gontschar aktiv, der 2007 von seinem damaligen T-Mobile-Team wegen auffälliger Blutwerte entlassen worden war.

Kaykov ist ein Straßen- und Bahnfahrer. Er wurde 2010 russischer U23-Zeitfahrmeister und gewann 2012 gemeinsam mit seinen Landsleuten Artur Jerschow, Alexei Markow und Alexander Serow den Europameistertitel in der Mannschaftsverfolgung.

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