Schulter nicht gebrochen, aber tiefe Fleischwunde

Tony Martin vor dem Tour-Aus

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Für Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin (Omega Pharma-Quick-Step) ist die 100. Tour de France wohl bereits nach der 1. Etappe beendet. | Foto: ROTH

29.06.2013  |  Bastia (dpa/rsn) - Für Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin (Omega Pharma-Quick-Step) ist die 100. Tour de France wohl bereits nach der 1. Etappe beendet. Der 28-Jährige ist nach einem Sturz wenige Kilometer vor dem Ziel mit Verdacht auf einen Schulterbruch sowie einer tiefen Fleischwunde ins Krankenhaus eingeliefert worden.

„Die Schulter ist nicht gebrochen", konnte Martins Manager Jörg Werner um 19.45 Uhr gegenüber Radsport News vermelden. Werner: „Ob Tony aber Sonntag an den Start der 2. Etappe gehen kann, ist fraglich!"

Auch Teamarzt Helge Riepenhof hat kaum noch Hoffnung, dass Martin die Rundfahrt fortsetzen kann. „Er hat eine tiefe Fleischwunde am Ellbogen. Die ersten beiden Hautschichten sind zerstört. Das würde schon reichen, dass er nicht mehr weiterfahren kann", sagte Riepenhof der Nachrichtenagentur dpa. Noch am Samstag soll eine Kernspintomographie genauen Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben.

Damit entwickelt sich der Wahlschweizer allmählich zum Pechvogel der Tour de France. Im vergangen Jahr hatte Martin auf der 1. Etappe einen Kahnbeinbruch erlitten. Damals hatte er die Rundfahrt noch gut eine Woche bis zum ersten Ruhetag fortgesetzt, ehe er schließlich die Heimreise antrat.

Auch diesmal ist Martin weit davon entfernt, aufzugeben! Werner: "Er will unbedingt weiter fahren!"

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