Klage der NADA stattgegeben

CAS sperrt Sinkewitz für acht Jahre

Foto zu dem Text "CAS sperrt Sinkewitz für acht Jahre"
Patrik Sinkewitz (Meridiana Kamen) | Foto: ROTH

24.02.2014  |  (rsn) – Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat im Fall Patrik Sinkewitz der Klage der Nationalen-Anti-Doping-Agentur stattgegeben und als Konsequenz daraus den 33 Jahre alten Deutschen zu einer achtjährigen Sperre verurteilt. Das teilte der CAS am Montag mit. Sinkewitz, der Doping bestreitet und das Testverfahren als unzuverlässig bezeichnete, veröffentlichte die Information am Nachmittag auch auf seiner Homepage.

Patrik Sinkewitz war am 27. Februar 2011 bei einer Blutkontrolle als erster Sportler überhaupt positiv auf Wachstumshormone (HGH) getestet und zunächst suspendiert worden. Das Deutsche Sportschiedsgericht (DIS) sprach den Hessen allerdings am 19. Juni 2012 vom Dopingvorwurf frei und hob seine Suspendierung auf.

Daraufhin heuerte Sinkewitz beim kleinen kroatischen Team Meridiana Kamen an, mit dem er einige Erfolge feierte. Am vergangenen Freitag belegte er beim italienischen Eintagesrennen Trofeo Laigueglia (1.1) den zweiten Platz.

Sein Anwalt bezeichnete auf der Sinkewitz-Homepage die Entscheidung als großen Rückschritt im Anti-Dopinkampf und kritiserte den Sportgerichtshof, der es seinem Mandanten nicht ermöglicht habe, ein von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA „bereits in 2012 als ‚zuverlässig’ eingesetztes neues HGH-Testverfahren zum Gegenbeweis und Nachweis seiner (Sinkewitz’, d. Red.) Unschuld zu nutzen.“

Im Lauf der Woche will Sinkewitz entscheiden, ob er die CAS-Entscheidung vor einem Schweizer Bundesgericht anfechten wird.

Sinkewitz war bereits vor der Tour de France 2007 bei einer unangemeldeten Trainingskontrolle positiv auf Testosteron getestet worden. Damals legte er ein Geständnis ab und stellte sich als Kronzeuge zur Verfügung, wodurch seine Sperre auf ein Jahr reduziert wurde.

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