Kolumbianer bleibt länger in der Heimat

Betancur bringt sein Tour-Debüt in Gefahr

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Carlos Betancur (Ag2r) hat als erster Kolumbianer Paris-Nizza gewonnen. | Foto: Cor Vos

10.06.2014  |  (rsn) - Carlos Betancur erster Start bei der Tour de France ist höchst zweifelhaft, nachdem der Kolumbianer länger in seiner Heimat bleibt als mit seiner Ag2R-Equipe abgesprochen. Der 24-jährige Betancur, der sich seit Ende April in Kolumbien aufhält, sollte am 3. Juni zu seinem Team nach Frankreich zurückkehren.

Danach wollte sich das Management von Ag2R um eine Verlängerung seines Arbeitsvisums bemühen. Betancur, der im März als erster Kolumbianer Paris-Nizza gewonnen hatte, erschien aber nicht am Flughafen von Lyon, wo er abgeholt werden sollte.

Gegenüber seinem Sportlichen Leiter Laurent Biondi erkärte er telefonisch, dass er müde sei und nicht wie geplant an der Tour de Suisse (14. -22. Juni) teilnehmen werde. Weitere Versuche, mit dem Fahrer in Kontakt zu kommen, seien erfolglos geblieben, wie Teamchef Vincent Lavenu der Zeitung La Provence erklärte. „Sogar sein Trainer Michele Bartoli hat ihn nicht erreichen können“, sagte der Franzose, der gegenüber der Nachrichtenagentur AFP betonte, dass damit Betancurs Chancen auf seine erste Tour de France merklich gesunken seien.

„Stand heute können wir sagen, dass seine Teilnahme sehr ungewiss ist. Er ist ein unglaubliches Talent, aber schwer zu managen“, erläuterte Lavenue. „Ich bin davon überzeugt, dass er eine Grand Tour gewinnen kann, aber er ist sehr schwierig. Er muss zurück auf den Boden kommen, wenn er eine große Karriere machen will.“

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