Frontalzusammenstoß mit Auto

Degenkolb und Walscheid: Weitere Behandlung in Deutschland


Schwer verletzt: John Degenkolb (Giant-Alpecin) | Foto: Cor Vos

24.01.2016  |  (rsn/dpa) – Nach ihrem schweren Trainingsunfall in Spanien werden John Degenkolb und Max Walscheid in Deutschland weiter behandelt. Degenkolbs Manager Jörg Werner erklärte gegenüber dem Sportinformationsdienst sid, dass sein Schützling in ein Hamburger Unfallkrankenhaus geflogen werden soll.

Teamkollege Walscheid, der sich die Hand und das Schienbein brach, wurde via Frankfurt/Main in eine Spezialklinik nach Karlsruhe gebracht, um dort behandelt zu werden.

Genaue Informationen zum Unfallhergang gibt es noch immer nicht. Fest steht nur, dass das Giant-Alpecin-Sextett – auch der Franzose Warren Barguil, der US-Amerikaner Chad Haga, der Schwede Fredrik Ludvigsson sowie der Niederländer Ramon Sinkeldam waren bei der Trainingsfahrt dabei – auf einer schmalen, kurvenreichen Landstraße zwischen den Ortschaften Benigembla und Parcent in der Provinz Alicante von einer mit ihrem Geländewagen entgegenkommenden und auf die Gegenspur geratenen Britin erfasst wurden. Informationen, mit welcher Geschwindigkeit die Frau unterwegs war, gab es vorerst auch nicht.

"Das Auto hatte nicht mal Zeit zu bremsen“, berichtete der Onkel und Agent des ebenfalls verletzten Barguil der Zeitung Le Télegramme. Auch Degenkolb habe Werner am Telefon berichtet, dass es unmöglich gewesen sei, den Frontalzusammenstoß zu verhindern.

Vor allem für Degenkolb kommen der Unfall und die Folgen zur Unzeit. In zwei Monaten nämlich beginnen die Frühjahrsklassiker. Am 10. April will der Frankfurter als Vorjahressieger bei Paris-Roubaix antreten, bereits am 19. März steht Mailand-Sanremo an. Wie lange Degenkolb, der sich auch den Unterarm brach, ausfallen wird, ist noch völlig unklar.

Etwas Entwarnung konnte Werner mit Blick auf Degenkolbs Fingerverletzung geben. So sei nicht der komplette Zeigefinger fast abgerissen, sondern vielmehr die Fingerkuppe, "aber das ist nicht ohne", sagte der Manager. Degenkolb hatte am Vorabend auf seiner Facebook-Seite geschrieben, dass sein linker Zeigefinger "nur noch am letzten Zipfel an meiner Hand“ hing.

 

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